«Tenet» mit sensationellem Kinostart

Box-Office-Analysten hatten vor dem Weekend mit einem Einspielergebnis um die 30 Millionen gerechnet. Es sind weitaus mehr geworden, was der ganzen Kino-Branche Hoffnung gibt.

Robert Pattinson und John David Washington in «Tenet» © Warner Bros.

Die ganze (Film-)Welt schaute am Wochenende gebannt auf die Performance von Christopher Nolans neuestem Film. Denn Tenet war der erste grosse Film, der seit der Wiedereröffnung in den Kinos lanciert wurde. Dies auch auf Drängen von Christopher Nolan, welcher die Kinos weltweit retten will und so einen Streaming-Start oder weitere Verschiebungen von Tenet kategorisch ausgeschlossen hat.

Das Problem ist nämlich, dass zwar die Kinos vielerorts schon seit Juni wieder geöffnet haben, ihnen das Publikum aber bisher weitgehend fernblieb. Lag es daran, dass die Kinogänger dem Sicherheitskonzept nicht trauten oder weil vor diesem Wochenende kein Blockbuster anlief, den man unbedingt gesehen haben musste? Die vergangenen Tage beantworteten nun diese Frage - und wie!

Tenet hat in seinen ersten Tagen weltweit bereits über 53 Millionen US-Dollar eingespielt. Analysten sind vor dem Wochenende noch von einem Start zwischen $ 25 und 30 Millionen ausgegangen. Tenet hat diese Erwartungen also deutlich übertroffen. Auch in der Schweiz ist der neue Christopher Nolan sensationell gestartet. Wie Warner Bros. Schweiz meldet, wurden seit dem letzten Mittwoch über 55'000 Tickets für das Inversion-Spektakel gelöst. Damit hat Tenet an seinem ersten Wochenende sogar 34 % mehr Geld eingespielt als Dunkirk vor drei Jahren, der ja bekanntlich kein «Corona-Handicap» hatte.

In 70 Ländern ist Tenet nun bereits schon angelaufen. Die USA und China werden am kommenden Wochenende hinzukommen. Die grossen US-Kinomärkte New York und Kalifornien sind jedoch noch geschlossen.

Der starke Start von Tenet kann nun eine Signalwirkung haben. Denn die Zahlen zeigen, dass man einen grossen Film auch in Zeiten von social distancing erfolgreich lancieren kann. Damit steigen die Chancen, dass Blockbuster wie Wonder Woman 1984 (1. Oktober) oder auch James Bond - No Time to Die (12. November) an ihren Startdaten festhalten werden.

Der Erfolg von Tenet zeigt, dass die Leute weiterhin gerne ins Kino gehen und scharf auf Event-Filme sind, die natürlich auch den Lichtspielhäusern selbst helfen. Denn nur mit grossen und erfolgreichen Filmen lässt sich der Betrieb aufrecht erhalten.

Zum Kinoprogramm von Tenet

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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