20 Jahre OutNow: Das war das Kinojahr 2008

2008: das Jahr von «The Dark Knight». Auch sonst hatte das Kinojahr einiges zu bieten, wie zum Beispiel die Ch'tis, der Start des Marvel Cinematic Universe und Craigs zweiter 007-Einsatz. Mamma Mia!

Quantum of Solace © Sony

Die Top-10 der Schweizer Kinocharts 2008 (nach verkauften Tickets):

1. James Bond - Quantum of Solace - 775'940
2. Bienvenue chez les ch'tis - 714'712
3. Mamma Mia! - 651'996
4. Madagascar Escape 2 Africa - 640'577
5. Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull - 412'542
6. Kung Fu Panda - 375'662
7. Hancock - 348'949
8. Wall-E - 348'037
9. The Dark Knight - 310'444
10. Sex and the City - 265'983

Wenn ein neuer James-Bond-Film in die Kinos kommt, dann führt dieser meist die Jahrescharts an. So war das auch 2008, wobei 007 aus einer unerwarteten Richtung Konkurrenz bekam - und zwar aus dem Norden Frankreichs. Die Komödie Bienvenue chez les ch'tis mauserte sich zum absoluten Publikumsliebling und ist heute hinter Intouchables der zweiterfolgreichste französische Film aller Zeiten in den Schweizer Kinos. In der Gesamtabrechnung haben die Ch'tis übrigens James Bond überholt, denn die obige Statistik berücksichtigt nur das Jahr 2008. Im Jahr 2009 gingen die Leute immer noch fleissig zu den Ch'tis, sodass am Ende 809'280 Tickets für die Komödie verkauft wurden, während Quantum of Solace auf «nur» 802'125 Eintritte kam.

«Bienvenue chez les Ch'tis»
«Bienvenue chez les Ch'tis» © Pathé Films

Die umsatzstärksten Filme weltweit:

1. The Dark Knight: $ 1'003'045'358
2. Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull $ 790,653,942
3. Kung Fu Panda $ 631,744,560

Während man in der Schweiz vor allem über die Ch'tis sprach, war weltweit das filmische Gesprächsthema Nr. 1 The Dark Knight und in diesem Zusammenhang die Joker-Performance des am 22. Januar 2008 verstorbenen Heath Ledger. Dies wiederspiegelte sich auch beim Box-Office, wo The Dark Knight zur ersten Comicbuchverfilmung wurde, die mehr als eine Milliarde Dollar einspielte. Heute scheint dies aufgrund des Erfolges von Marvel fast schon zur Normalität geworden zu sein. Apropos: Mit dem ersten Iron Man wurde am 2. Mai 2008 das Marvel Cinematic Universe lanciert.

«Iron Man»
«Iron Man» © Universal

Preisträger

Oscar-Gewinner: Slumdog Millionaire
Golden-Globe-Gewinner: Slumdog Millionaire & Vicky Cristina Barcelona
Gewinner der Goldenen Himbeere: The Love Guru
Gewinner der Goldenen Palme von Cannes: Entre les murs

Auch bei den Oscars war The Dark Knight das grosse Gesprächsthema. Nicht nur wegen der Auszeichnung von Heath Ledger als bester Nebendarsteller, sondern auch, weil der Film nicht für den Hauptpreis nominiert war. Die Academy nominierte stattdessen klassische Oscar-Bait-Filme wie Frost/Nixon und The Reader, über die heute kaum noch einer spricht. Auch wenn es nie offiziell bestätigt wurde, dass The Dark Knight den Ausschlag gab, passte die Academy danach die Regeln an. Seither können mehr als nur fünf Filme für die Kategorie «Best Picture» nominiert werden. Den Machern von Slumdog Millionaire dürfte das ganze Drama währenddessen recht egal gewesen sein, ihr Film gewannt acht Goldmännchen, darunter den in der Hauptkategorie.

«Slumdog Millionaire»
«Slumdog Millionaire» © Pathé Films

Der OutNow-Film des Jahres: The Dark Knight

Auch Christopher Nolan ist ein grosser Fan von Regisseur Michael Mann. Die Anlehnungen an den Thriller Heat sind überdeutlich im zweiten Film seiner Batman-Trilogie. Die handgemachten Actionsequenzen im IMAX-Format sind spektakulär. Es ist erstaunlich, wie viel Handlung in den 150 Minuten erzählt wird. Während Bruce Wayne mit Harvey Dent um eine Frau kämpft, geht es zwischen dem Batman und dem Joker um das Schicksal von Gotham. Heath Ledgers Performance als psychopathischer Antagonist ist angsteinflössend und brachte ihm posthum den Oscar als bester Nebendarsteller ein.

© Warner Bros. Ent. / TM & © DC Comics

Die besten zehn Filme von 2008 laut der OutNow-Redaktion

1. The Dark Knight
2. In Bruges
3. Wall-E
4. Tropic Thunder
5. Gran Torino
6. Iron Man
7. The Hurt Locker
8. The Wrestler
9. Let the Right One In
10. Martyrs

OutNow-Meilenstein

Bei OutNow haben wir uns von dem Logo mit den drei Sternen im Jahr 2008 verabschiedet. Wir waren nämlich schon immer der Ansicht, dass wir die sechs Sterne verdient hätten und passten das neue Logo diesem Umstand an. Das Logo sollte uns die kommenden elf Jahre erhalten bleiben, an den sechs Sternen halten wir noch immer fest.

© OutNow

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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