Danke, Spider-Man! 11 Fun Facts zu «James Bond - Casino Royale» (2006)

Daniel Craig übernimmt als James Bond. Der sechste 007 der Eon-Filmreihe setzte sich gegen namhafte Konkurrenz durch. Doch am Set kostete es ihn unter anderem zwei Vorderzähne.

© Sony Pictures

Tausche Spider-Man gegen Casino Royale

Bevor die Bond-Filmreihe startete, verkaufte Autor Ian Fleming die Verfilmungsrechte an seinem Roman «Casino Royale» an den US-TV-Sender CBS. Columbia Pictures, der Mutterkonzern von CBS, setzte dann 1967 den Stoff als Parodie mit David Niven als James Bond um. Über die Jahre versuchte Eon Productions, welche die Bond-Filmreihe produziert, die Rechte an «Casino Royale» zu bekommen, doch Columbia lehnte immer ab. 1999 sollte es dann zur Einigung kommen - wegen Spider-Man. Denn das Bond-Studio MGM besass zu diesem Zeitpunkt die Verfilmungsrechte an dem Marvel-Held. Sony, der neue Besitzer von Columbia Pictures, war sehr an diesem interessiert, und so kam es zum Tausch Spider-Man gegen Casino Royale. Als MGM 2005 finanziell angeschlagen war, kaufte Sony einen Teil des Studios und sicherte sich so unter anderem die Verleihrechte an Casino Royale.

Welchen Schauspieler hätten's denn gern?

Über 72 Kandidaten waren potenzielle Bonddarsteller, darunter Henry Cavill, Sam Worthington, Clive Owen, Goran Višnjić und Daniel Craig. Regisseur Martin Campbell fand Cavill mit seinen damals 22 Jahren zu jung. Er favorisierte den Kroaten Višnjić, doch die Produzenten wollten ihrem Wunsch (oder Gesetz) treu bleiben und einen Briten für die Rolle haben. Daniel Craig bekam letztlich den Zuspruch. Für Barbara Broccoli war er ihr Favorit, seit sie ihn in dem Gangsterfilm Layer Cake gesehen hatte. Im Oktober 2005 wurde die Entscheidung zugunsten Craigs publik macht.

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Mach's nochmals, Martin

Casino Royale ist Regisseur Martin Campbells zweiter Bond-Film - nach Goldeneye. Für die Produzenten Broccoli und Wilson war klar, dass es auch Campbell zu verdanken war, dass Brosnan mit Goldeneye einen solch guten Start als 007 hinlegte. Campbell sollte dies nun auch Daniel Craig ermöglichen. Campbell selbst sagte hingegen, dass er den Job nur angenommen habe, da er zu dieser Zeit keine anderen Projekte am Laufen hatte.

Zu wenig für Jolie

Für die Rolle des Bond-Girls gab es auch berühmte Kandidatinnen. Darunter waren Naomi Watts, Scarlett Johansson, Charlize Theron oder Angelina Jolie. Jolie selbst konnte sich nicht ganz mit dem Drehbuch anfreunden, da es für sie zu wenig Screentime bedeutete. Letztlich entschieden sich die Produzenten für Eva Green, die mit ihren Leistungen in The Dreamers und Kingdom of Heaven Aufsehen erregte.

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Wieso nur einen Flughafen, wenn man gleich drei haben kann

Die Verfolgungsjagd am Flughafen Miami entstand nicht am besagten Ort. Es wurde sogar an drei verschiedenen Flugplätzen gedreht: in Nassau auf den Bahamas, in Dunsfold Park in Surrey sowie am Flughafen Ruzyne in Prag. Im Film selbst hatte übrigens der Besitzer von Virgin Airlines, Richard Branson, einen sehr kurzen Cameo-Auftritt. Als Bond den Flughafen betritt, sieht man Branson, wie er an der Metallschranke kontrolliert wird.

Autsch

Während der Prügelszene in Prag, mit welcher der Film beginnt, verlor Daniel Craig zwei Vorderzähne. Sein Zahnarzt wurde deshalb extra von London eingeflogen, um ihm die fehlenden Zähne zu ersetzen. Auch bei der berüchtigten Folterszene lief nicht alles optimal: Um Craigs Gemächt zu schützen war eine Glasplatte auf dem löcherigen Sitz installiert worden. Einmal schlug Mads Mikkelsen als Gegner Le Chiffre mit dem verknoteten Seil so fest zu, dass das Glas zerbrach. Glücklicherweise kamen Craigs Weichteile unbeschadet davon.

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Parkour!

Ein aufkommender Sport in der Mitte der 2000er war das Parkour-Running. Für Casino Royale holte man sich mit Sebastien Foucan einen der Meister im Parkour-Running ans Set und inszenierte mit ihm selbst als Antagonisten Mollaka die haarsträubende Madagascar-Verfolgungsjagdszene. Gedreht wurde die Szene übrigens auf den Bahamas.

Spiele spielen

Im Roman «Casino Royale» spielt Bond im Casino «Baccara chemin de fer» gegen Le Chiffre. Im Film allerdings wurde Baccara durch Texas Hold'em Poker ersetzt. Gerade dieses Spiel löste nach dem Release des Filmes einen Hype aus, der auch heute noch zu spüren ist. Im Übrigen darf man in der Casino-Szene eine Schweizer Beteiligung nicht ausser Acht lassen: Carlos Leal, der Rapper von Sens Unik aus der Romandie, konnte sich eine kleine Rolle als Wettkampf-Leiter des Poker-Spiels ergattern.

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007 Überschläge

Der Aston Martin DBS schaffte bei Bonds Autounfall in der Mitte des Filmes sieben Überschläge, die in einem Take aufgenommen wurden. Das Special-Effect-Team installierte dafür eine luftbetriebene Kanone hinter dem Fahrersitz, damit sich der Aston mehrere Male überschlagen konnte. Für die Szene wurden total drei Aston Martins verschrottet, wobei ein einzelnes Auto einen Wert von 300'000 US-Dollar hatte. Doch dafür gab es zusätzlichen Ruhm: Der siebenfache Überschlag landete im Guinness-Buch der Weltrekorde.

«Casino Royale, very good price»

Nach gerade einmal zwei Tagen nach der Weltpremiere in London waren bereits erste illegale Kopien des Filmes in Englands Hauptstadt im Umlauf. Pro DVD zahlte man 1.57 Pounds. Als wäre das nicht schon genug seltsam, wurde Daniel Craig bei einem Besuch in Peking auch noch eine solche illegale DVD angeboten. Da Craig einen Hut und eine Sonnenbrille trug, schien der Verkaufer nicht zu realiseren, wen er da vor sich hatte.

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Money, Money, Money

Nach Bekanntgabe, dass Daniel Craig Bond spielen werde, äusserten viele im Internet die Meinung, dass er die falsche Wahl als Bond sei. Erst nach der Veröffentlichung des Films lernten viele Gegner Craig als Bond lieben. Bei einem Budget von geschätzten 160 Millionen US-Dollar und einem Einspielergebnis von über 609 Millionen Dollar übertraf Casino Royale alle bisherigen Bond-Filme.

Arsen Seyranian [sen]

Arsen, ein James Bond-Fan mit einem Faible für Soundtracks, begann als Freelancer und durfte sogar ein halbes Jahr lang die rechte (und linke) Hand des Chefredaktors sein. Zwar nicht immer der Schnellste, wenn das Neuste im Kino läuft, aber letztlich landet so ziemlich jeder Film vor seinen Augen.

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