«Tenet» wird ein weiteres Mal verschoben

Es ist zum Heulen. Erst gerade vor zwei Wochen wurde der Kinostart des Christopher-Nolan-Blockbusters vom 16. auf den 30. Juli verschoben. Nun kommt es erneut zu einem Startdatenwechsel.

John David Washington in Tenet © Warner Bros.

Während man in grossen Teilen Europas das neuartige Coronavirus einigermassen im Griff hat, ist die Situation in den USA eine ganz andere. Die Fallzahlen sind dort in dieser Woche wieder nach oben geschnellt und einige Bundesstaaten melden bei den Infektionszahlen die höchsten Werte seit April. Auch deshalb gibt es zum Beispiel in New York immer noch kein Datum für die Kinowiedereröffnungen - eine Nachricht, die Warner Bros. nun zum Handeln gezwungen hat.

So wird Tenet, der neue Film von Christopher Nolan, nicht wie geplant am 31. Juli, sondern erst am 12. August in die Kinos kommen. Es ist dies die zweite Startverschiebung des Filmes, der ursprünglich am 17. Juli hätte lanciert werden sollen. Ein neues Schweizer Startdatum gibt es noch nicht, doch dürfte es relativ zeitnahe am US-Start liegen.

Doch nicht nur bei Warner sollen die Alarmglocken aufgrund der momentanen Situation geläutet haben, auch bei Disney ist man sich laut dem Hollywood Reporter nicht mehr sicher mit dem Kinostart von Mulan am 24. Juli. Das Live-Action-Remake benötigt wie Tenet die grossen US-Märkte New York und Los Angeles sowie besonders auch den chinesischen Markt. In China sind viele Kinos immer noch geschlossen. Fatal, wenn man bedenkt, dass Mulan eine chinesische Geschichte erzählt und so vor allem dort viele Leute ins Kino locken könnte.

Es ist momentan keine einfache Situation in der Filmbranche. Man würde so gerne zum Normalbetrieb zurückkehren, doch aufgrund der weltweiten Situation ist dies nicht möglich. Denn Blockbuster wie Tenet oder Mulan sollten idealerweise zeitgleich auf der ganzen Welt veröffentlicht werden - besonders wegen der Angst vor Raubkopien. Prekär könnte es jedoch bald schon für die Kinobetriebe selbst werden. Ohne zugkräftige Filme sieht man schwarz, was die Besucherzahlen angeht. Jede weitere Verschiebung von grossen Projekten tut so den Kinos mächtig weh.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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Hollywood Reporter
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