Christopher Nolan sprengte für «Tenet» ein Flugzeug - weil's effizienter war

Nur in Hollywood: In einer Szene in dem Blockbuster explodiert eine grosse Flugmaschine. Anstatt die Sequenz mit Miniaturen oder Computertricks zu lösen, sprengte man einfach ein echtes Flugzeug.

Christopher Nolan mit John David Washington am Set von «Tenet» © Warner Bros.

Man merkt, dass wir langsam näher an den Release von Christopher Nolans Tenet heranrücken. Zwar wurde der Blockbuster erst vor wenigen Tagen um zwei Wochen verschoben (neues Startdatum: 30. Juli 2020), doch Nolan und Co. geben trotzdem bereits fleissig Interviews. Dabei kam auch diese leicht kuriose Geschichte ans Tageslicht, welche es wohl nur in Hollywood und bei einer Produktionen dieser Grösse gibt.

Wer den zweiten Trailer zum Film gesehen hat (siehe unten), weiss, dass für eine Mission in dem Film ein Flugzeug gecrasht wird. Normalerweise wird bei solchen Sache gerne mit Miniaturen gearbeitet und danach mit Spezialeffekten etwas nachgeholfen. Nolan ist jedoch einer jener Regisseure, die alles am liebsten am Set festhalten wollen. So überschlug sich zum Beispiel am Set von The Dark Knight bei der Verfolgungsjagd zwischen Batman und dem Joker tatsächlich ein echter Lastwagen der Länge nach. Auch bei Tenet setzt Nolan auf handgemachte Action und sprengte kurzerhand eine echte Boeing 747 in die Luft.

Nolan gegenüber dem britischen Magazin Total Film: «Ich hatte ursprünglich geplant Miniaturen, Versatzstücke und eine Kombination aus visuellen Effekten und allem anderen zu verwenden.» Doch dann entdeckte das Filmteam in Victorville in Kalifornien eine riesige Anzahl alter Flugzeuge. «Wir fingen an es durchzurechnen. Es stellte sich heraus, dass es eigentlich effizienter wäre, ein echtes Flugzeug in echter Grösse zu kaufen und diese Sequenz real umzusetzen, anstatt Miniaturen zu bauen oder mit Spezial-Effekten zu arbeiten.»

Star Robert Pattinson erinnert sich mit einem Lachen an die Geschichte zurück: «Das war so kühn, dass es schon fast lächerlich war.»

Tenet kommt am 30. Juli 2020 in die Schweizer Kinos.

© Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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Total Film
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