Verletzte Hauptdarsteller und prüde Amis: 11 Fun Facts zu «James Bond - Die Another Day»

Pierce Brosnan zum Letzten. Für seine vierte 007-Mission musste der Bond-Darsteller einiges erleiden. Doch auch für Halle Berry wurde es auf dem Set des wenig beliebten Filmes gefährlich.

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«Pierce, pass doch uf!»

Beim Dreh der Hovercraft-Szenen verletzte sich Pierce Brosnan am Knie, da er für einige Aufnahmen die Stunts selber machen musste. Die Verletzung war heftig, sodass er umgehend für die Behandlung extra von London nach Los Angeles geflogen wurde. Die Produktion machte indes ohne ihn weiter. Es dauerte zwei Wochen, bis Brosnan fit genug war, um wieder am Set aufzutauchen.

Das ging ins Auge

Auch Halle Berry kam nicht unbeschadet davon: Bei einer Explosionsszene mit einem Hubschrauber bekam Berrys linkes Auge Splitter, Dreck und Reste einer Rauchbombe ab. Sie wurde ins Spital gefahren und dort behandelt. Den folgenden Tag hatte sie von der Produktion frei bekommen. Zusätzlich verschluckte sich Berry mal an einer Feige. Brosnan war sofort zur Stelle und wandte de Heimlich-Methode an, damit Berry die Feige wieder ausspucken konnte.

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Koreaner dringend gesucht

Eon Productions hatte Probleme mit der Besetzung von koreanischen Darstellern. Populäre koreanische Schauspieler wurden angefragt, jedoch lehnten alle ab, da sie Probleme zwischen Nord- und Südkorea vermeiden wollten. Am Ende verpflichteten die Macher den koreanisch-amerikanischen Schauspieler Rick Yune.

Von der Uni über BBC direkt zu Bond

Für Rosamunde Pike, die im Film die MI6-Agentin Miranda Frost spielt, war Die Another Day das Kinodebüt. Nach einem Studium in Oxford, wo sie Englische Literatur studierte und auch am dortigen Theater auftrat, arbeitete sie bei Fernsehproduktionen der BBC mit, bevor sie zum Film kam. Fünf Tage bevor die Hauptdreharbeiten begannen, wurde sie für den Bond-Film gecastet und konnte als erstes gerade mit Dame Judi Dench vor der Kamera stehen.

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Keine Lust auf Brett vor dem Kopf

Pierce Brosnan schlug Brett Ratner (Rush Hour) als Regisseur vor, um den zwanzigsten Bond-Film zu inszenieren. Jedoch haben es Amerikaner schwer, bei der Produzentin Barbara Broccoli durchzukommen. Kandidaten wie Stephen Hopkins (The Ghost and the Darkness) oder Tony Scott (Top Gun) sollen ebenfalls ihr Interesse an dem Job angemeldet haben. Doch schliesslich entschied man sich dann für den Neuseeländer Lee Tamahori, der mit dem Drama Once Were Warriors und mit dem Thriller The Edge bekannt geworden war.

Zum ersten und letzten Mal

Durch das Ableben von Desmond Llewelyn wurde John Cleese der neue «Q». Berichten zufolge hatte Cleese einen Vertrag mit Eon für drei Bond-Filme abgeschlossen. Doch da die Produzenten danach mit Casino Royale eine andere Richtung einschlugen, war Die Another Day für Cleese Endstation.

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Madonna treibt die Handlung nach vorne

In Die Another Day wird zum ersten Mal die Geschichte durch Bilder in der Titelsequenz weitererzählt. Während Madonnas Titelsong zu hören ist, wird Bonds Gefangenschaft in Nordkorea gezeigt. Madonna hatte auch einen Auftritt als Fecht-Lehrerin Verity. Tamahori drehte mit ihr und Rosamunde Pike noch zusätzliche Szenen, in denen sich die beiden gegenseitig kleine Berührungen gaben. Doch der Regisseur wollte dies nicht zu einer Männerfantasie ausarten lassen und liess die Szenen im fertigen Film weg.

Prüde Amis

Ein weiterer Höhepunkt (höhö) bei Die Another Day ist die Bettszene zwischen Bond und Jinx (Halle Berry). Zum ersten Mal konnte man Bond beim Liebesspiel zusehen, auch wenn es nicht viel zu sehen gab. Doch für die Amerikaner war das schon zu viel: Für ein PG-13 Rating wurden Ausschnitte gezoomt und auch einige Frames weggelassen. Sogar Halle Berrys Stöhnen musste für die amerikanische Auswertung rausgefiltert werden.

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Keine Rückkehr von Michelle Yeoh

In einem frühen Drehbuchentwurf sollte Agentin Wai Lin (aus Tomorrow Never Dies) auftauchen und Bond bei seinem Aufenthalt in Hong Kong unterstützen. Die Figur sollte wieder von Michelle Yeoh gespielt werden. Doch da dies nicht zustande kam, wurde Wai Lin durch den chinesischen Geheimdienstler und Hotelier Chang (Ho Yi) ersetzt.

Alle wollen nach Island und in den Fechtunterricht

Der Erfolg von Die Another Day zog Nachwirkungen mit sich. So stieg die Touristenzahl in Island plötzlich enorm an. Die meisten wollten eigentlich das «Ice Hotel» aufsuchen, das es aber dort gar nicht gab. Die Aufnahmen für den sogenannten Eispalast fanden in der 007-Stage statt, deren Set-Entstehung über ein halbes Jahr in Anspruch nahm. In England selbst wurde das Fechten wieder interessanter. Nach dem Film erhöhte sich die Anzahl Personen, die das Fechten unbedingt als Hobby ausüben wollten.

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Kontroverser Jubiläums-Bond

Natürlich haben es die Produzenten darauf abgezielt, den zwnzigsten Bond-Film zum vierzigsten Geburtsjahr zu veröffentlichen. Auch deshalb ist Die Another Day gespickt mit Referenzen und Hinweisen auf die vorherigen 19 Bond-Filme. Da viel in England gedreht wurde, war das Budget im Gegensatz zu The World Is Not Enough minimal geringer: 156 Millionen gegenüber den 160 Millionen Dollar zum Vorgänger. Eingenommen hat der Film fast 432 Millionen US-Dollar. Zahlenmässig war das bis dato 2002 der beste Bond. Doch musste der Film viel Kritik einstecken: vor allem schwache CGI-Szenen und der unsichtbare Aston Martin wurden bemängelt. Auch Pierce Brosnan war vom Endprodukt wenig begeistert. Von seinen Bond-Fimen möchte er diesen am wenigsten.

Arsen Seyranian [sen]

Arsen, ein James Bond-Fan mit einem Faible für Soundtracks, begann als Freelancer und durfte sogar ein halbes Jahr lang die rechte (und linke) Hand des Chefredaktors sein. Zwar nicht immer der Schnellste, wenn das Neuste im Kino läuft, aber letztlich landet so ziemlich jeder Film vor seinen Augen.

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