Wir schauen «Westworld»: Staffel 3, Episode 8 - Crisis Theory

Sie ist da, die letzte Folge der dritten Staffel! Wie es den Menschen endgültig an den Kragen gehen soll und ob der Staffelabschluss optisch wie inhaltlich «verhebt», berichtet Freelancer Christoph

© Sky Switzerland

Achtung: Dieser Text enthält Spoilers für Staffel 3 von Westworld.

In der finalen 8. Folge der 3. Staffel führte Jennifer Getzinger zum zweiten Mal Regie bei Westworld, nachdem sie dies bereits in der 6. Folge der aktuellen Staffel gemacht hatte.

Die Folge beginnt direkt mit dem Intro, was für die Serie ungewöhnlich ist. Normalerweise beginnt eine Episode direkt mit einem Cold Opener. Danach sehen wir einige Sequenzen aus Dolores' bisherigen Leben.

It's the end of the world as we know it

William versucht Bernard und Stubbs zu töten, doch Bernard kann den Spiess umdrehen und möchte William töten. Eine andere Dolores-Kopie, in Form von Lawrence aus Westworld, tritt auf und verhindert dies. Lawrence macht Bernard klar, dass er der allerwichtigste Teil in Dolores' Plan ist.
Bernard besucht danach eine alte Frau in einem Heim. Wie sich herausstellt, handelt es sich dabei um Lauren, die Frau von Arnold (und damit ist sie Bernards Frau, da er ja bekanntlich das Bewusstsein von Arnold in sich trägt).

Caleb setzt einem Prototypen von Dolores den Original-Core ein, da Dolores ja in der letzten Folge umgekippt und offenbar gestorben war, und holt sie damit zurück ins Leben. Während in den Strassen der Mob tobt und Geschäfte geplündert werden, hat Caleb eine Mission und muss zu Incite. Caleb dringt in die Höhle des Löwen bei Incite ein. Doch Maeve stellt sich ihm in den Weg und bringt ihn zu Serac. Serac führt Caleb vor Augen, was passiert, wenn er die Strategie von Dolores ausführt: Dass diese Strategie nämlich schlussendlich zum Ende der Menschheit führt.

Showdown

Charlotte ist aber nicht tot (oder doch?): Sie erscheint Dolores als eine Art Geist, verabschiedet sich von Dolores und friert diese ein. Das sieht aus wie der letzte Auftritt von Charlotte in der Serie (Spoiler: Sie erscheint noch am Ende dieser Folge wieder!!!).

Danach wird Dolores von Seracs Leuten gefoltert, indem sie eine Erinnerung nach der anderen löschen, und schlussendlich gibt Serac den Befehl, bei Dolores sämtliche Erinnerungen zu löschen. Kurz bevor alles weg ist und ihr Bewusstsein stirbt, kommuniziert sie noch mit Maeve und bringt sie dazu, sich gegen Serac zu stellen. Maeve findet einen Weg, sich aus der Macht von Serac zu befreien. Schlussendlich hört das System nun nicht mehr auf Serac, sondern auf Caleb.

Die grosse Frage, warum Caleb von Dolores für ihren Plan ausgewählt wurde, wird beantwortet. Am Ende befiehlt Caleb dem System sich selbst zu löschen. Und ganz zum Ende der Staffel tritt William im wahrsten Sinne des Wortes sich selbst gegenüber.

Fazit

Am schönsten in dieser Folge waren die Rückblenden auf die beiden ersten Staffeln. Die Erwartungen für das Staffelfinale waren nicht allzu hoch, wurden aber sogar noch unterboten. Schlussendlich war dies aber zu befürchten, nach einer Staffel voller Plot Holes, abstrusen Storywendungen und nicht nachvollziehbaren Charakterentwicklungen. Dadurch dass viele Figuren immer wieder "auferstehen", ist auch eine emotionale Bindung sehr schwierig.

Aber: Die Serie sieht nach wie vor sensationell aus, einfach unfassbar! Die schauspielerischen Leistungen sind auch hervorragend, und der Soundtrack ist bis auf wenige Ausnahmen perfekt. Es bleibt abzuwarten, wie sich Westworld in der nächsten, bereits angekündigten Staffel weiterentwicklen wird.

Die dritte Staffel von Westworld ist auf Sky Show zu sehen.

Christoph Reiser [chr]

Christoph arbeitet seit 2020 als Freelancer für OutNow. Er weiss, dass man Animationsfilme nicht hassen darf, dafür liebt er Sergio-Leone-Western. Der Besuch eines Filmfestivals ist zuoberst auf seiner Bucket-List, naja fast. Und er mag kein Popcorn im Kino, denn er steht auf Chips.

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Kommentare Total: 1

th

ugh, war gar nicht meine season. pretentiöses geschwurbel, keine charakteren mit denen man mitfiebern kann, und viel zu viele "äh, wer ist das denn schon wiedern? ... never mind, hat keinen unterschied gemacht"-momente. ich möcht zurück in den park. :)

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