ONFF-Kritikerspiegel: Schon wieder ein Leaderwechsel

Hochspannung in der Endphase des OutNow Film Festivals! Durch einige Nachbewertungen hat sich im Kritikerspiegel wieder ein Führungswechsel ergeben. Doch der Abstand auf dem Treppchen ist minimal.

Hat knapp die Nase vorn: «God Exists, Her Name Is Petrunya» © trigon-film

Lange konnte So long, my son seine frisch erkämpfte Spitzenposition nicht halten. Dank einiger Nachbewertungen hat nun wieder God Exists, Her Name is Petrunya die Nase vorn. Allerdings mit minimalem Abstand: Die Durchschnittswertung des Spitzenreiters beträgt 4.45, während der erste Verfolger mit 4.43 Punkten dahinter lauert. Und es bestehen durchaus Chancen, dass sich dies bis zum Ende des Festivals nochmals ändert, haben doch einige Kritiker den chinesischen Dreistünder noch nicht gesehen.

Und auch der Film auf Platz drei, The Art of Self Defense, ist mit der Durchschnittsbewertung von 4.41 Punkten noch stark im Rennen. Dort ist die Durchschnittswertung übrigens fix, denn es ist der erste und bisher einzige Film, den bisher alle elf OutNow-Kritikerinnen und -kritiker gesehen haben.

Das Rennen um das Goldene Sofa bleibt hochspannend und scheint offener denn je. Eher schlechtere Karten dürften allerdings die beiden jüngst gezeigten Filme Wild Rose und Paradise Hills haben. Mit der exakt gleichen Durchschnittsbewertung von 3.17 klassieren sie sich im soliden Mittelfeld. Ganz abschreiben darf man sie nicht, zumal bekanntlich am Ende die Jury und nicht der Kritikerspiegel über die Preisvergabe entscheidet. Doch dürfte der Hauptpreis für einen dieser beiden Filme doch eine grosse Überraschung sein.

Ganz grosse Chancen werden hingegen noch dem letzten Wettbewerbsfilm von heute zugerechnet: dem japanischen Beitrag The Forest of Love von Sion Sono. Gut möglich, dass sich hier noch ein weiterer Film zu den Sofa-Favoriten dazugesellt. Wie er sich im Kritikerspiegel schlägt, erfahrt ihr in einem der nächsten Updates.

© OutNow

Simon Eberhard [ebe]

Aufgewachsen mit Indy, Bond und Bud Spencer, hatte Simon seine cineastische Erleuchtung als Teenager mit «Spiel mir das Lied vom Tod». Heute tingelt er durch Festivals und mag Krawallfilme genauso wie Artsy-Farts. Nur wenn jemand einen Film als «radikal» bezeichnet, rollt er genervt mit den Augen.

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OutNow