Neuer Trailer zum heisserwarteten «Tenet» von Christopher Nolan («The Dark Knight», «Inception»)

Meisterregisseur Nolan schickt John David Washington und Robert Pattinson auf eine spektakuläre Mission, bei welcher Geschehnisse auch mal rückwarts ablaufen. Bombastisch!

Deutsche Synchronfassung

© Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.

Untertitelte Originalfassung

© Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.

Wie bei Filmen von Christopher Nolan üblich, ist auch über den Inhalt von Tenet noch kaum was bekannt. Die Theorie, dass sich der Film um Zeitreisen drehen soll, hat Star Robert Pattinson jedoch kürzlich in einem Interview verneint. Diese Vermutung lag dem unbefangenen Betrachter nahe, da sich im ersten Trailer einige Elemente in der Zeit rückwärts bewegten. Pattinson gibt jedoch zu, dass er das Skript selbst nicht ganz durchblickt habe - und das obwohl er neben John David Washington (den Sohn von Denzel Washington kennt man dank seiner Hauptrolle in Spike Lees BlackKklansman) einer der beiden Hauptrollen spielt.

Nicht nur Nolan-Fans erwarten sehnsüchtig den Start des Megaprojektes, welches ein Produktionsbudget von 200 Millionen Dollar hat. Im Idealfall ist Tenet nämlich der erste grosse Blockbuster, der nach dem Coronavirus-Lockdown in die Kinos kommen wird. Berichten zufolge hofft das Studio Warner Bros., dass mindestens 80 % aller Kinos der Welt zum Start von Tenet wieder geöffnet haben werden. Wenn man sich das Budget des Filmes anschaut, lässt sich deren Hoffnung leicht nachvollziehen. Überhaupt, wieso sollte man einen Film in die Kinos bringen, wenn diese vielerorts noch zu sind? Auch die Angst vor Spoilern und natürlich abgefilmten Versionen fliesst in die Entscheidung des Studios mit ein. Auf jeden Fall: Wenn Tenet lanciert wird, dann nur weltweit zum gleichen Zeitpunkt.

Um die Schweiz wird sich Warner wohl keine Sorgen machen müssen. Schiessen die COVID-19-Fallzahlen in den kommenden Tagen nicht mehr nach oben, wird es den Schweizer Kinos ab dem 8. Juni wieder erlaubt zu sein, ihre Tore zu öffnen. Die Situation in Los Angeles und New York, den beiden grössten US-Märkten, stellt sich jedoch etwas anders dar. Dort könnten sich die Lockerungen noch etwas verzögern. Aus diesem Grund steht auch am Ende des neuen Trailers nicht etwa ein genaues Datum, sondern ein «Coming to Cinemas». Dies lässt Warner die Option offen, dass man den Film noch etwas nach hinten verschieben kann. Eine Möglichkeit ist, dass Tenet den Slot von Wonder Woman 1984 (14. August 2020) bekommt und die Superheldinnen-Fortsetzung dann auf das Datum von Dune (18. Dezember 2020) gelegt wird. Aber das sind momentan alles nur Spekulationen.

Um eine erneute Verschiebung von Tenet zu verhindern, überlegt man sich in einigen US-Märkten wegen dem wohl nötigen «Social Distancing» in den Multiplexen alle Leinwände mit dem Blockbuster zu bespielen - mit zehn halbvollen Sälen lässt sich logischweise mehr Geld als mit zwei halbvollen Sälen machen.

Nolan arbeitet so oder so mit Hochdruck daran, dass der Film rechtzeitig fertig wird. Der Regisseur gilt als grosser Verfechter des Kinos und so wäre es für ihn genial, wenn er mit seinem Film die Leute zurück in die Lichtspielhäuser ziehen könnte.

Neben John David Washington und Robert Pattinson sind in dem Film Elizabeth Debicki, Martin Donovan, Clémence Poésy, Kenneth Branagh, Aaron Taylor-Johnson, Himesh Patel und natürlich auch Michael Caine zu sehen. Letzterer wird von Nolan gerne als Glücksbringer bezeichnet, da Caine seit Batman Begins in jedem Film des Regisseurs dabei war - in Dunkirk sah man ihn zwar nicht, doch man hörte seine Stimme in den Funksprüchen an Tom Hardys Piloten.

Tenet kommt (hoffentlich, bitte, bitte, bitte) am 16. Juli 2020 in die Schweizer Kinos.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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