ONFF-Kritikerspiegel: Und noch ein heisser Kandidat

Es wird immer spannender am Outnow Film Festival. Mit dem nordmazedonischen Beitrag «God Exists, Her Name Is Petrunya» reiht sich ein weiterer Beitrag in die Liste der Kandidaten fürs Sofa.

Szene aus «God Exists, Her Name Is Petrunya» © trigon-film

Nach der gestrigen Premiere von God Exists, Her Name is Petrunya ist das Festival um einen Goldenes-Sofa-Favoriten reicher. Der Film von Teona Strugar Mitevska reiht sich mit minimalem Abstand zu den beiden führenden Filmen The Art of Self Defense und So Long, My Son neu ein auf Platz drei der Kritiker-Favoriten. Zwei unserer Kritiker vergaben dem Film gar ihre bisherige Höchstwertung innerhalb des Wettbewerbs.

Das dürfte noch für hitzige Diskussionen sorgen in der Jury! Schafft bei der ersten Ausgabe des ONFF gleich eine Regisseurin das Kunststück, den Hauptpreis zu gewinnen? In Cannes brauchte es fast 50 Jahre, bis es das erste Mal so weit war (1993 Jane Campion für The Piano), und seither ist es nie mehr vorgekommen. Hauptdarstellerin Zorica Nusheva ist zudem sicher auch eine valable Kandidatin für den Preis als beste Darstellerin.

Weniger begeistern konnten sich die Kritiker hingegen für Curtiz, das Biopic über den gleichnamigen Casablanca-Regisseur. Mit einer Durchschnittswertung von 3 dürfte dieses bei der Endausmarchung um den Hauptpreis kaum eine Rolle spielen. Aber vielleicht reicht es ja für den Darstellerpreis für Hauptdarsteller Ferenc Lengyel?

© OutNow

Simon Eberhard [ebe]

Aufgewachsen mit Indy, Bond und Bud Spencer, hatte Simon seine cineastische Erleuchtung als Teenager mit «Spiel mir das Lied vom Tod». Heute tingelt er durch Festivals und mag Krawallfilme genauso wie Artsy-Farts. Nur wenn jemand einen Film als «radikal» bezeichnet, rollt er genervt mit den Augen.

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OutNow