R.I.P. Michel Piccoli

Der französische Schauspieler ist im Alter von 94 Jahren gestorben. In seiner über sechzigjährigen Leinwandkarriere verkörperte er unter anderem Don Juan, Louis XVI und den Papst.

Michel Piccoli (r.) in «Habemus Papam» © Frenetic

Mit seinen markanten Gesichtszügen und den charakteristischen ergrauten Locken prägte Michel Piccoli das europäische Kino seit den Sechzigerjahren und drehte unter vielen anderen für Jean-Luc Godard (Le mépris) und Alfred Hitchcock (Topaz). Besonders fruchtbar war seine Zusammenarbeit mit Luis Buñuel. Insgesamt sieben Filme drehte er mit dem spanischen Regisseur, wovon Belle de jour und Le charme discret de la bourgeoisie die bekanntesten sind.

Neben Charakterköpfen wie Don Juan, Louis XVI oder dem Papst war er sich auch nicht zu schade, zwielichtige Charaktere zu verkörpern - oder solche mit akuter Flatulenz wie in Marco Ferreris Siebziger-Skandalfilm La grande bouffe. Einen seiner letzten bekannten Auftritte hatte er in Leos Carax' Holy Motors im Jahr 2012.

Nun ist Michel Piccoli im Jahre von 94 Jahren im Kreise seiner Familie gestorben, wie Gilles Jacob, Ex-Präsident des Cannes-Filmfestivals und Vertrauter von Piccoli heute mitteilte.

R.I.P. Michel Piccoli.

Simon Eberhard [ebe]

Aufgewachsen mit Indy, Bond und Bud Spencer, hatte Simon seine cineastische Erleuchtung als Teenager mit «Spiel mir das Lied vom Tod». Heute tingelt er durch Festivals und mag Krawallfilme genauso wie Artsy-Farts. Nur wenn jemand einen Film als «radikal» bezeichnet, rollt er genervt mit den Augen.

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Le Figaro