Das ONFF-Tagebuch von OutNow - Tag 1: Der Badge ist parat

Am ersten Festivaltag versuchte sich unser Korrespondent im Schlangestehen, schaute den Eröffnungsfilm und stürzte sich ins aufregende Partyleben des OutNow Film Festivals.

Damit kommen wir überall rein! © OutNow/ebe

Erster Festivaltag in Cannes meiner Stube! Weil ein Festival ohne Badge nur ein halbes Festival ist, habe ich mir in meiner Mottenkiste einen alten Cannes-Badge herausgekramt und stolziere jetzt mit diesem in meiner Wohnung herum. Pünktlich eine Stunde vor dem Screening des Eröffnungsfilms The Euthanizer habe ich mich gestern Abend dann vor der Türe meines Heimkinos postiert, um mir sicher einen Platz im Film ergattern zu können. Die Warteschlange war zum Glück zu diesem Zeitpunkt noch sehr übersichtlich, so dass ich mich ganz zuvorderst platzieren konnte.

Als dann endlich der Einlass erfolgte, war ich schon ein wenig erstaunt, dass da überhaupt keine Einlasskontrolle stattfand: Niemand hat meinen Badge gescannt und kein vierschrötiger Security-Gorilla wollte meine Tasche durchsuchen. Na, da könnte ja jeder kommen! Der Film selbst wurde vom Publikum eher verhalten aufgenommen, am Ende gab es zwar keine Buhrufe, aber der Schlussapplaus war doch eher verhalten. Wie wohl die Kritikerreaktionen ausfallen?

Heute Morgen, wie immer pünktlich um 08:30 Uhr, wäre eigentlich das erste Pressescreening von You will die at 20 gewesen. Leider habe ich dieses verschlafen, weil ich mir gestern an der Afterparty zu The Euthanizer in meiner Küche noch ein Bierchen gegönnt habe. Da muss ich mich schon etwas zusammenreissen, das Festival ist schliesslich noch lang!

Heute Abend freue ich mich bereits auf die grosse Out-of-Competition-Premiere zu The Public! Natürlich hoffe ich, dass ich dabei auch einen Blick auf Alec Baldwin, Jena Malone, Christian Slater oder Emilio Estevez erhaschen kann. Drückt mir die Daumen!

Simon Eberhard [ebe]

Aufgewachsen mit Indy, Bond und Bud Spencer, hatte Simon seine cineastische Erleuchtung als Teenager mit «Spiel mir das Lied vom Tod». Heute tingelt er durch Festivals und mag Krawallfilme genauso wie Artsy-Farts. Nur wenn jemand einen Film als «radikal» bezeichnet, rollt er genervt mit den Augen.

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. facebook
  5. Twitter
  6. Instagram
  7. Letterboxd
Teilen
Auf Facebook teilen  Auf Twitter teilen 
Datum
Quelle
OutNow.CH

Kommentare Total: 1

th

red carpet gucken oder cüpli im apéro vor dem screening.... schwieriger entscheid

Kommentar schreiben