Beitrag zu biomedizinischen Studien mit «Borderlands-Wissenschaft» ist ein Erfolg

Mehr als 700'000 Spieler von «Borderlands 3» haben durch die Fertigstellung von durchschnittlich 1,2 Millionen Puzzles pro Tag dabei geholfen, das Mikrobiom des menschlichen Darms zuzuordnen.

Puzzles lösen und Gutes tun - cool! © 2K

Zocken und dabei noch bei einer Studie mitmachen und etwas Gutes tun? Dies ist seit gut einem Monat bei «Borderlands-Wissenschaft» - einem Minispiel innerhalb des erfolgreichen Game Borderlands 3 - möglich. Nun hat der Publisher erste Zahlen veröffentlicht und diese können sich mehr als sehen lassen.

Wie es in der Pressemitteilung heisst, haben mehr als 700'000 Spieler aus der Community von Borderlands 3 seit dem Start des Programms am 7. April 2020 insgesamt 36 Millionen Puzzles gelöst. Das sind mehr als 1,2 Millionen Puzzles pro Tag! Dabei nimmt «Borderlands-Wissenschaft» weiter an Fahrt auf, denn in den letzten beiden Wochen alleine sind nahezu eine Viertelmillion neue Spieler dazugekommen.

Randy Pitchford, Mitgründer von Gearbox Software, wird in der Pressemitteilung folgendermassen zitiert: «Spieler von Videospielen tragen jetzt zu wissenschaftlicher Forschung in der realen Welt bei. Die Spieler von Borderlands 3 haben gezeigt, wie stark Gamer dabei sind, komplexe Probleme zugunsten des medizinischen Fortschritts zu lösen - und dass es Spass macht. Jetzt ist der Traum realistischer geworden, dass wissenschaftliche Fortschritte durch das Spielen eines Videospiels erzielt werden können.»

Doch wie genau funktioniert nun das Ganze? Der Publisher 2K erklärt es folgendermassen: «Borderlands-Wissenschaft» kodiert die DNA der einzelnen Mikroben als Strang aus Steinchen mit vier verschiedenen Formen und Farben. Die Spieler verbinden diese farbigen Formen, um den Wissenschaftlern zu helfen, Ähnlichkeiten zwischen den einzelnen Mikroben zu beurteilen. Je mehr Puzzles die Spieler lösen, desto mehr helfen sie dabei, das humane Darm-Mikrobiom zu entschlüsseln, und verdienen dabei auch noch Belohnungen, die sie in Borderlands 3 nutzen können. Zusätzlich ergänzt Professor Jérôme Waldispühl von der McGill University: «Durch die Erfüllung einfacher Aufgaben helfen die Spieler uns, KI-Algorithmen effektiver beizubringen, Sequenzen so zuzuordnen, wie ein menschliches Gehirn es in der Regel tun würde. Das klingt einfach, aber es erfordert eine Menge an Daten. In dieser Grössenordnung wäre das ohne die Unterstützung durch ein Entwicklungsstudio von AAA-Spielen wie Gearbox nicht zu bewerkstelligen gewesen.»

Ein kurzes Video, in dem Dr. Mayim Bialik (Dr. Amy Farrah Fowler aus The Big Bang Theory) «Borderlands-Wissenschaft» erklärt, gibt es im folgenden Video zu sehen:

Mehr Information zum Projekt - welches in Zusammenarbeit mit Forschern und Wissenschaftlern der McGill University, von Massively Multiplayer Online Science (MMOS) sowie der The Microsetta Initiative an der UC San Diego School of Medicine entwickelt wurde - gibt es auf der Borderlands-Webseite. Wir finden die Initiative auf jeden Fall eine coole Sache und hoffen, dass es in Zukunft noch mehr solche Studien direkt in Spiele schaffen.

Daniel Wick [daw]

Liebhaber von Action- und Thriller-Filmen. Aber hauptsächlich zockt Dani auf der Konsole, und zwar alles, was ihm in die Hände kommt. Sogar ein Game mit Super Mario als Tomb Raider würde er spielen. Ihn erschüttert nichts, schon gar nicht, seit er an der «Quinzaine des Réalisateurs» in Cannes war.

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OutNow.CH (Pressemeldung 2K)
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