Hopp Schwiiz(er Filmschaffen): Wir stellen «filmo» vor

Ein Grossteil des Schweizer Filmerbes ist für die Öffentlichkeit schwer zugänglich. «filmo» arbeitet seit fast einem Jahr daran, dies zu ändern. Wir stellen das spannende Projekt vor.
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«filmo» ist nicht etwa der Name eines filmverrückten Elfs aus der Animationsserie Disenchantment, sondern ein Projekt, welches Schweizer Filme aus ihrem Schattendasein holen möchte. Denn viele interessante Schweizer Filme sind seit Jahren entweder schwer auffindbar, oder werden leider im Free-TV immer wieder im Nachtprogramm versteckt. «filmo» ändert dies nun!

Aber was genau ist «filmo»?

«filmo» ist eine im Juni 2019 gestartete Initiative der Solothurner Filmtage, ermöglicht durch Engagement Migros, dem Förderfonds der Migros-Gruppe. Das Ziel von «filmo» ist es, Schweizer Filmklassikern nachhaltig mehr Sichtbarkeit im digitalen Raum zu verschaffen. Dies wird erreicht, indem unabhängige Expertinnen und Experten (darunter der ehemalige SRF-Filmchef Michel Bodmer und Emilie Bujès, Direktorin des Visions du Réel Nyon) auf der filmo-Website Filme empfehlen, die sie als Schlüsselwerke des Schweizer Films sehen.

Die ausgewählten Filme werden dann unter dem Label «filmo» auf den etablierten Schweizer VoD-Plattformen (Teleclub on Demand, iTunes, Sky, Cinefile und UPC) in der bestmöglichen Qualität veröffentlicht. Über die Website von «filmo» gelangt man direkt zu den VoD-Anbietern, bei denen die Filme gestreamt werden können. Zudem bietet «filmo» Hintergründe zu den ausgewählten Filmen sowie Bonusmaterial zur Geschichte und zur Restaurierung.

Mit einem Concierge die Überforderung verhindern

Man kennt es von Netflix und Co.: Es wird dermassen viel Content angeboten, dass man schnell mal überfordert ist und so Minuten mit Durchscrollen verschwendet. «filmo» möchte dem entgegenwirken. Dies mit einem Film-Concierge. Mit wenigen Klicken findet dieser den passenden Film. In einem ersten Schritt kann unter anderem zwischen Kategorien wie «Publikumsliebling» oder «Preisgewinner» gewählt werden. Danach kann man seine Suche noch weiter mit Optionen wie «Drama, Drama, Drama», «Spannung pur» und «was zum Lachen» eingrenzen. Nach ein paar weiteren Klicks findet man den für sich gerade idealen Schweizer Film.

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Veröffentlichung in Staffeln

Der Filmkatalog auf «filmo» wird jährlich mit vier Staffeln erweitert. Die am 7. Mai 2020 startende fünfte Staffel widmet sich gänzlich dem herausragenden Schweizer Dokumentarfilm-Schaffen. Bedeutende Filme wie Fredi Murers Wir Bergler in den Bergen sind eigentlich nicht schuld, dass wir da sind, Die Erschiessung des Landesverräters Ernst S. und der gefeierte Vierteiler «Romans d'ados», für den Béatrice Bakhti sieben Teenager während sieben Jahren mit der Kamera begleitete, sind alle ein Teil davon.

Highlights aus den ersten vier Staffeln sind unter anderem Les petites fugues, Reisender Krieger, Höhenfeuer und Oscar-Gewinner Reise der Hoffnung.

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Eine gute Sache

«filmo» bietet so auch jungen Filmfans die Möglichkeit, endlich das Schweizer Filmschaffen etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Man kann endlich Filme nachholen, von denen man schon viel gehört hat, aber bisher nie richtig an sie herankam. Indem «filmo» diese Hürde entfernt, gibt es nun keine Ausreden mehr. In diesem Sinne: Hopp Schwiiz(er Filmschaffen)!

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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