OutNow (almost) Daily Spotify Playlist #28

Affen gehören schon seit Jahrzehnten zu den grossen Stars der Leinwand. Die Musik zu diesen affigen Geschichten heisst oft Grosseinsatz für Trommelspieler. Aber auch andere Musiker sind gefragt.

Dawnn of the Planet of the Apes © 2013 Twentieth Century Fox Film Corporation. All Rights Reserved.

Jerry Goldsmith eröffnet die Playlist mit Gates of Zinji aus dem Riesenflop Congo. Als ich dieses Stück ausgegraben hatte, wusste ich nicht, dass ich eine Entdeckung machen würde: Nicht nur die Instrumentierung kam mir bekannt vor. Die Melodie bei 00:30 haben wir doch schon gehört? Offensichtlich war James Horner einer der wenigen, die den Film gesehen haben. Es kann kein Zufall sein, dass hier deutlich sein Avatar Thema zu hören ist, oder?

Schon Jahre vor Avatar hat sich Horner mit dieser Art Orchestrierung beschäftigt. Mighty Joe Young enthält bereits viele Elemente des Scores zu Camerons Blockbuster und gehört meiner Meinung nach zu den absolut besten Scores Horners. Ich hoffe, es finden sich hier neue Fans, denn über diesen fantastischen Score wird viel zu wenig geredet.

Viel bekannter ist da Goldsmiths erste Begegnung mit Affen. The Planet of the Apes ist ein Klassiker der Filmmusik. Der Score ist modern, komplex und innovativ. The Hunt ist wahnwitzige Actionmusik. Auffallend ist hier vor allem das virtuose Klavier, welches heute viel zu wenig eingesetzt wird in Actionfilmen. Das Jagdhorn, welches immer wieder zu hören ist, gibt diesem genialen Track nebst den verschiedenen Schlaginstrumenten eine ganz besondere Note.

Michael Giacchino ging einen anderen Weg für seinen Score zur Fortsetzung des neuesten Reboots der Reihe. Dawn of the Planet of the Apes knüpft musikalisch an Giacchinos Musik zu Lost an. Damit hat er das «Sad Piano», welches seither alle Trailer plagt, popularisiert. Doch auch er setzt auf spannende Perkussion. So ist in Along Simian Lines bei 03:21 ein seltenes Marimbaphon zu hören, bevor auch hier das Getrommel losgeht.

Beim Tim-Burton-Remake durfte natürlich ein Score von Danny Elfman nicht fehlen. Affen scheinen wirklich Kreativität zu fördern, denn in seiner ganzen Filmographie sticht The Planet of the Apes heraus, auch wenn er für Spider-Man dann einige Elemente aufgriff. Ich finde es spannend, dass drei aufsteigende Perkussionsschläge hier fast die Essenz des Themas sind. Der Synthesizer gibt zusätzlichen Drive. Ein Stück, welches ich definitiv öfters anhöre, als ich den Film schaue...

OutNow Daily Playlist #28 vom Freitag, 22.04.2020 - Affentheater

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