Joaquin Phoenix wäre fast zu «Batman» geworden

Für seine Rolle als Joker wurde Phoenix mit dem Oscar ausgezeichnet. Wenn es nach Regisseur Darren Aronosfky gegangen wäre, hätte der Schauspieler jedoch Batman spielen sollen.

© Warner Bros.

Nach dem Flop mit Batman & Robin wollte das Studio Warner schnell wieder einen Batman-Film auf die Beine stellen. Man wollte das Desaster mit George Clooney und Arnold Schwarzenegger so vergessen machen. Nach dem Erfolg mit dem beinharten Drogen-Drama Requiem for a Dream sollte Regisseur Darren Aronofsky den Regiestuhl bei diesem Batman-Reboot übernehmen. Doch der Regisseur und das Studio konnten sich nicht auf einen Hauptdarsteller einigen, weshalb man dann getrennte Wege ging.

Wie Aronofsky in einem Interview mit Empire bekanntgab, wollte Warner einen Saubermann als Bruce Wayne/Batman verpflichten: «Das Studio wollte Freddie Prinze jr., ich wollte jedoch Joaquin Phoenix. In diesem Moment wusste ich, dass wir zwei unterschiedliche Filme im Kopf hatten. Es war damals eine andere Zeit.»

Aronofsky wollte sich bei seinem geplanten Film sehr nahe an den Frank-Miller-Comic «Batman: Year One» halten und sich an Filmen wie The French Connection, Death Wish und Taxi Driver orientieren. Miller selbst sollte sogar am Skript beteiligt sein. Während der kurzen Zusammenarbeit soll jedoch selbst Miller schockiert gewesen sein, wie düster Aronofskys Vision war. Batman hätte nicht mal vor Folter zurückgeschreckt. «Der letzte Batman-Film damals war Batman & Robin, dieser berühmte Film mit den Nippeln auf dem Batsuit. Ich wollte deshalb die Figur völlig neuerfinden.»

Joaquin Phoenix als Batman wäre sicherlich interessant gewesen, doch beklagen wir uns keinesfalls. Denn als Christopher Nolan schlussendlich von Warner an Bord geholt wurde, ist mit The Dark Knight-Reihe die beste Superhelden-Trilogie aller Zeiten entstanden. Und Phoenix dürfte auch nicht traurig sein, gewann er im Februar 2020 für seine Rolle als Joker doch den Oscar als bester Hauptdarsteller. Als nächster Batman steht Robert Pattinson in den Startlöchern. Der Film von Matt Reeves mit dem Titel The Batman soll im Sommer 2021 in die Kinos kommen.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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