OutNow Daily Spotify Playlist #21

Die heutige Playlist soll so richtig animieren. Hören kann man nämlich zehn Stücke aus mehr oder weniger erfolgreichen Animationsfilmen, die zeigen, wie innovativ man in diesem Genre arbeiten kann.

Smurfs: The Lost Village © Sony Pictures Releasing International. All Rights Reserved.

Liner Notes: Schon lange sind Animationsfilme kein Kinderkram mehr, und auch die Komponisten lumpen sich nicht beim Untermalen von Trickfilmen. Da sich hier alles in einer stilisierten Welt abspielt, gibt es nämlich noch mehr Raum für Spielereien und Innovation. Zu einem Film wie Captain Underpants: The First Epic Movie erwartet man vielleicht nicht einen so wuchtigen Score, wie ihn Theodore Shapiro vorgelegt hat. Doch schon im ersten Track zeigt er auf humoristische Weise, dass er das Wort "Epic" im Titel wirklich ernst nimmt.

Tunnel to Dance App aus The Emoji Movie zeigt, wie viel ein guter Score ausmachen kann. So fand ich durch die tolle Kombination von elektronischen Elementen mit symphonischem Score den ganzen Film etwas besser, da ich mich mehr auf die Musik als den Inhalt konzentrierte. Ähnlich war es dann auch bim Trickfilm der Schlümpfe, die mit Christoph Lennertz einen weniger bekannten Komponisten zur Seite haben. Auch er behandelt das Material nicht minderwertig und komponierte einen klassischen, spassigen Score.

Es ist kein Geheimnis, dass James Horner mein absoluter Favorit ist, und auch er hat bereits mehrere Trickfilme musikalisch untermalt. Dem billig produzierten The Pagemaster gibt er durch sein Thema eine Emotionalität und Magie, die der Film für sich alleine niemals gehabt hätte. Auch seine Melodie zum Sauriertrickfilm The Land Before Time trägt viel zu den vergossenen Zuschauertränen bei.

Test Drive ist eigentlich schon ein moderner Klassiker, der noch lange Zeit von Filmmusikfreunden gehört werden wird. Der jazzige Score zu The Secret Lives of Pets zeigt, wie verspielt man bei einem Animationsfilm sein kann. Diesen Score könnte man sich schlecht bei einer Live-Action-Komödie vorstellen, und man hat das Gefühl, Alxandre Desplat aus der Musik herauszuhören, die auch viel besser ist, als es der mittelprächtige Film verdient gehabt hätte. Abgeschlossen wird die Playlist mit einem Stück aus Ralph Breaks the Internet welches erneut die Bandbreite dieses Genres aufzeigen soll. Vom elektronischen Gepiepse bis zur melancholischen Cello-Melodie ist hier alles vereint.


OutNow Daily Playlist #21 vom Montag, 13.04.2020 - Let's get animated!

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