Sorry, das Cannes-Filmfestival findet nicht auf YouPorn statt

Die Porno-Seite hat dem prestigeträchtigen Filmfestival in einem Mail angeboten, die 73. Ausgabe auf ihrer Plattform durchzuführen. Cannes hat jedoch nun (leider) abgelehnt.

In den Cannes-Filmen geht es auch mal zur Sache: Bild aus Gaspar Noés «Climax» © Xenix Filmdistribution

Auch das normalerweise im Mai stattfindende Cannes-Filmfestival ist von der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus betroffen. Die Organisatoren haben den Event vorerst verschoben und man hofft, dass die 73. Ausgabe Ende Juni/Anfang Juli an der Croisette durchgeführt werden kann. Dies hat Charlie Hughes, Vizepräsident der Erwachsenen-Website YouPorn, jedoch nicht davon abgehalten, dem Filmfestival seine Hilfe anzubieten.

In einem Brief an den Cannes-Präsidenten Pierre Lescure bietet Hughes an, dass man doch die Festival-Filme auf YouPorn streamen könnte. Als eine der meistbesuchten Websites der Welt habe man eine robuste Infrastruktur, die es ermöglichen würde, eine riesige Menge an Content zu streamen. YouPorn würde zudem für das Cannes-Filmfestival eine «spezielle Sektion» eröffnen.

Wie ThePlaylist nun berichtet, hat das Cannes-Filmfestival bereits auf das Mail reagiert. «Wir freuen uns über die prompte Antwort von Pierre Lescure, dem Präsidenten der Filmfestspiele von Cannes, auf unser Angebot, die Festivalauswahl auf der YouPorn-Website zu streamen», so Hughes. «Es bricht uns zwar das Herz, aber er glaubt nicht, dass eine Zusammenarbeit passend wäre. Wir schätzen jedoch, dass er geantwortet hat und wollen in Kontakt bleiben - für den Fall, dass sich etwas ändern sollte. Wir freuen uns auf jeden Fall Herrn Lescure in dieser schwierigen Zeit ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert zu haben.»

Es bleibt also weiterhin abzuwarten, ob man in diesem Jahr hochstehende (höhö) Filmkunst in Cannes sehen wird.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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The Playlist