«James Bond - No Time to Die» wegen Coronavirus verschoben

Daniel Craigs fünfter und letzter Einsatz als 007 wird zum dritten Mal verschoben. Dieses Mal sind jedoch nicht Drehbuchprobleme schuld. Das Coronavirus ist in diesem Fall der Schuldige.

© Universal

«MGM, Universal und die Bond-Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli gaben heute bekannt, dass die Veröffentlichung von No Time to Die nach sorgfältiger Prüfung und gründlicher Bewertung des globalen Kinomarktes auf November 2020 verschoben wird. Der Film wird in Grossbritannien am 12. November 2020 veröffentlicht, und die weltweiten Veröffentlichungstermine werden folgen», so eine Erklärung, welche die drei Studios exklusiv für Deadline abgegeben haben. Der Vorlaut tauchte danach wenig später auch auf dem offiziellen Bond-Twitter-Kanal auf.

Die Bond-Produzenten reagieren damit auf die weltweite Ausbreitung des Coronavirus. Die Entscheidung, den Film um mehrere Wochen zu verschieben, macht aus mehrerer Hinsicht Sinn. Zum einen ist ein neuer Bond-Film immer ein Event und die Leute wollen sich den neusten 007-Streifen jeweils immer gleich sofort ansehen. Volle Kinos sind also garantiert, was das Ansteckungsrisiko natürlich erhöht. Zum anderen drohen dem Studio finanzielle Einbussen, wenn viele aus Angst vor dem Virus dem Kino fernbleiben oder die Kinos wegen der Ausbreitung des Virus gleich ganz die Tore dicht machen. So wurden in China die Kinos bereits geschlossen.

Ursprünglich hätte No Time to Die bereits im November 2019 in die Kinos kommen sollen. Doch weil der Regisseur ausgetauscht werden musste (Cary Fukunaga ersetzte Danny Boyle) wurde der Start in den Februar 2020 verschoben. Weil man dann aber noch etwas länger beim Drehbuch brauchte, schob man den Film dann nochmals und zwar auf den 2. April 2020. Dieses Datum ist nun seit heute auch wieder für die Tonne. Immerhin kommt No Time to Die nun im Herbst in die Kinos. Eine Jahreszeit, an welche sich Bond-Fans gewöhnt hatten, kam seit Goldeneye doch jeder Film der Reihe zwischen Oktober und Dezember in die Kinos.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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