Toller iranischer Film «There Is No Evil» gewinnt Berlinale 2020

Was ist denn mit den Filmfestivals dieser Welt los?! Nach Cannes («Parasite») und Venedig («Joker») hat auch die Berlinale tatäschlich einem der besten Filme den Hauptpreis gegeben.

Bild aus "There Is No Evil" © Cosmopol Film

Innerhalb der OutNow-Redaktion witzeln wir jeweils sehr gerne, dass an Filmfestivals meist jene Werke ausgezeichnet werden, bei denen die meisten Leute geschlafen haben. Die liebe Kunst triumphiert da gerne mal über die Unterhaltung. Doch dieser Trend wurde nach den Auszeichnungen von Parasite in Cannes und Joker in Venedig nun auch an der Berlinale gestoppt.

Bei der 70. Ausgabe der Internationalen Filmfestspiele von Berlin gewann der iranische Beitrag There Is No Evil den Hauptpreis, den Goldenen Bären. Regisseur Mohammad Rasoulof, welcher nicht nach Berlin reisen durfte, erzählt darin vier Geschichten, die alle das iranische Regime kritisieren. Wir fanden den Film aufwühlend und werden noch eine Weile an ihn zurückdenken.

Die Jury unter der Leitung von Schauspieler Jeremy Irons verteilte die Preise so, dass kein Film mehr als eine Auszeichnung bekam. Das US-Teenie-Drama Never Rarely Sometimes Always - ebenfalls einer unserer Favoriten - gewann den grossen Preis der Jury, landete also auf dem zweiten Platz. Paula Beer und Elio Germano erhielten die Darstellerpreise.

Die Preisträger der 70. Berlinale

- Silberner Bär - 70. Berlinale: Delete History
- Herausragende künstlerische Leistung: Jürgen Jürges für Licht und Kamera in Dau. Natasha
- Bestes Drehbuch: Bad Tales
- Bester Schauspieler: Elio Germano (Hidden Away)
- Beste Schauspielerin: Paula Beer (Undine)
- Bester Regisseur: Hong Sang-Soo (The Woman Who Ran)
- Grosser Preis der Jury: Never Rarely Sometimes Always
- Goldener Bär: There Is No Evil

Wir waren während der ganzen Berlinale vor Ort und haben uns dabei die Finger wundgeschrieben. Unsere ganze Berichterstattung findet ihr in unserem Berlinale-2020-Dossier.

Teilen
Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen
Datum
Autor
Quelle
Berlinale.de