Feuer und Wasser: 11 Fun Facts zu "James Bond - A View To A Kill"

Es brannte lichterloh auf der 007-Stage in den Pinewood-Studios. Dafür hatte Roger Moore viel Spass im Wasser. Was das alles zu bedeuten hatte, lest ihr im Hintergrundbericht.

© Twentieth Century Fox Home Entertainment, Inc. All Rights Reserved.

The roof, the roof, the roof is on fire...

Bevor die Dreharbeiten zu A View To A Kill begonnen werden konnten, besetzte eine andere Produktion die 007-Stage in Pinewood: Legend. Unglücklicherweise brach bei den Dreharbeiten zum Ridley-Scott-Film ein Feuer aus. 45 Minuten lang brannte die Halle. Da es in einer Mittagspause geschah, kamen keine Personen zu Schaden. Für die Bond-Produktion bedeutete dies eine Verzögerung von zwei Wochen - solange dauerte es, bis die Halle wieder aufgebaut wurde und das Set für die Silbermine stand.

Bond als Karriere-Killer

Schauspielerin Tanya Roberts bekam die Rolle des Bond-Girls Stacey Sutton, nachdem Produzent Broccoli sie im Film Beastmaster aus dem Jahr 1982 gesehen hatte. Roberts dachte, dass die Bond-Rolle ihr Durchbruch werden könnte und verglich sich mit Kim Basinger, dessen Karriere seit Never Say Never Again abhob. Für Roberts ging der Schuss nach hinten los. Durch ihren Bond-Auftritt entstand kein Karriereboost und sie war danach in keiner bedeutenden Produktion mehr zu sehen.

Vive la France

Stuntfahrer Remy Julienne durfte in diesem Bond-Film in seiner Heimat aktiv sein. Er war der Lenker des Renault 12, der bei der Verfolgungsjagd in zwei Teile zerlegt wurde und trotzdem weiterfuhr. Dem Wagen wurde speziell ein Vorderantrieb installiert. In Frankreich wurde diese Szene sehr populär, sodass Renault sie später als Werbekampagne verwendete.

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Broccolis Rolls

Der im Film vorkommende Rolls Royce, der von Patrick Mcnee in der Rolle des Tibbett gefahren wird, wurde nicht extra als Requisit angeschafft. Man borgte sich einfach das Auto von Bond-Produzent Broccoli. Dieser hatte Angst, dass mit seinem Wagen etwas passieren könnte. Doch für den Tauchgang im Teich wurde extra ein zweiter Rolls präpariert. Die Unterwasser-Szene, in der Bond Luft von einem Reifen abzwackt, ist zwar durchaus realistisch, sollte aber trotzdem nicht nachgeahmt werden.

Unser Willi ist der Beste

Für die Eröffnungsszene kam wieder der deutsche Skifahrer Willy Bogner zum Einsatz. Die Sequenz mit dem getarnten Eisberg wurde zuerst in Island gedreht. Weitere Teile der Szene wurden dann am Gletscher Vadretta di Scersen Inferno an der Grenze zwischen Graubünden und Italien gefilmt.

Keine Action für Moore

Vor den Dreharbeiten legte sich Roger Moore für eine Schönheits-OP unter Messer. Dabei liess er sein Gesicht verjüngen. Das Facelifting half zwar bei ruhigen Szenen, doch für Action fühlte sich Moore mit seinen damals 58 Jahren dann doch zu alt. So liess er sich für die Action-Szenen immer doubeln. 18 Stuntmänner standen ihm dabei zu Seite. A View To A Kill war für Roger Moore dann auch der letzte Auftritt als James Bond. Mit 58 Jahren empfand er sich selbst auch schon zu alt, um die Rolle weiter zu verkörpern. Dies war auch ein grosser Kritikpunkt seitens der Presse. Moore empfand A View To A Kill als den schwächsten Beitrag seiner Bond-Filme. Für ihn war der Film einfach zu brutal geraten, sodass er sich mit der Rolle des Bond und dem ganzen Drumherum nicht mehr identifizieren konnte.

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Duran Duran

Für die Titelmelodie arbeitete Komponist John Barry widerwillig mit der Band Duran Duran zusammen. Produzent Broccoli hatte die Idee. Er wollte so den Film einem jungen Publikum schmackhaft machen. Auch wenn Barry diese Idee nicht gefiel, zahlte sich die Zusammenarbeit aus, vor allem für Duran Duran. Der Track "A View to a Kill" eroberte die Charts und erreichte in den USA sogar Platz eins. Bei der europäischen Filmpremiere in London befanden sich über 3'000 kreischende Teenager, um die Mitglieder der Pop-Rock-Band zu sehen.

Ein langes Bad

Die Szene, in der Bond sich mit der russischen Agentin Pola Ivanova (Fiona Fullerton) in einem Whirlpool vergnügt, dauerte länger als geplant. Roger Moore war besonders guter Laune und trieb seine Spässchen mit Fullerton. Acht Stunden dauerte es schliesslich bis die Szene im Kasten war. Fullerton war anschliessend völlig fertig und kommentiere, dass sie nun der sauberste Mensch der Welt sei.

If you're going to San Francisco...

Die Stadt San Francisco war sehr kooperativ, was den Dreh zu A View To A Kill anbelangte. So konnten gleich Teams der Bond-Crew gleichzeitig in der Metropole drehen. Viele Polizisten waren dabei im Einsatz, um Strassen für den Dreh zu sperren oder den Verkehr zu regeln. Unter anderem wurden für vier Nächte der Verkehr und sechs Buslinien an der Golden Gate Bridge umgeleitet. Die Bond-Produktion zahlte dafür über fünf Millionen Dollar in die Stadtkasse. Weiter wurden auch die Löhne der Polizisten von der EON Productions bezahlt. Roger Moore bekam deshalb von der Bürgermeisterin Diane Feinstein symbolisch den Schlüssel zur Stadt überreicht.

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Bowie, Walken und Moneypenny

David Bowie wurde die Rolle des Max Zorin angeboten. Er lehnte aber ab, um in Labyrinth mitzuspielen. Mit "Ersatz" Christopher Walken besetzte man den ersten Oscar-prämierten Schauspieler in einem Bond-Film. Für Lois Maxwell hingegen war es der letzte Auftritt als Miss Moneypenny. Sie hatte die Hoffnung, in den kommenden Filmen die Rolle des M zu spielen. Doch Broccoli war der Meinung, dass Bond keine Aufträge von einer Frau annehmen würde. Maxwell stieg so ganz aus der Filmserie aus.

Das liebe Geld

A View To A Kill hatte mit 25 Millionen Dollar das selbe Budget wie Octopussy. Gegenüber seinem Vorgänger hat A View To A Kill aber weniger Geld an den Kinokassen eingebracht. Weltweit wurden "nur" ca. 156 Millionen US-Dollar eingespielt.

Arsen Seyranian [sen]

Arsen, ein James Bond-Fan mit einem Faible für Soundtracks, begann als Freelancer und durfte sogar ein halbes Jahr lang die rechte (und linke) Hand des Chefredaktors sein. Zwar nicht immer der Schnellste, wenn das Neuste im Kino läuft, aber letztlich landet so ziemlich jeder Film vor seinen Augen.

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