Wegen "Star Wars" musste Bond ins All: 11 Fun Facts zu "James Bond - Moonraker"

Weil George Lucas' Weltraumsaga mächtig eingeschlagen hat, musste Bond nun auch ins Weltall, um einen gefährlichen Gegner zu bekämpfen. Diesen und weitere Facts gibt es im Hintergrundbericht.

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Star Wars ist an allem schuld

Eigentlich waren schon erste Vorbereitungen zu For Your Eyes Only getroffen worden. Doch diese mussten angehalten werden, da zu der Zeit ein Film im Kino zum Mega-Hit wurde: Star Wars. Die Macher beugten sich der Masse, die zu der Zeit lieber auf einer Science-Fiction-Fantasy-Welle reiten wollte. So wurde Moonraker vorgezogen und Bond ins Weltall geschickt. Während es im Roman um den Wettlauf zum Mond ging und Bösewicht Drax London mit einer Rakete zerstören wollte, hat man die Story für den Film gänzlich modernisiert.

Venedig oder Paris, Hauptsache Italien

Obwohl der Kampf zwischen Bond und Chang in Venedig stattfand, wurde diese Szene in Boulogne bei Paris gedreht. Als Schauplatz diente eine verlassene Gipsmine, die man in das Venini-Glas-Museum umwandelte. Die meisten Objekte bestanden dabei aus Zuckerglas. Nur für diese Kampfsequenz wurde die grösste Menge an Zuckerglas des gesamten Films zerstört.

Beisser kann sprechen!

Richard Kiel als Jaws (auf Deutsch: Beisser) kam schon im letzten Film bei den Fans gut an, sodass er auch in Moonraker wieder sein Unwesen treiben konnte. Hier durfte er sogar mal einen Satz sprechen. Beeindruckender ist allerdings, wie er bei der Gondelbahn in Rio de Janeiro das dicke Kabel mit seinen Metallzähnen durchbeisst. In der Nahaufnahme bestand das Kabel aus Lakritz.

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Im freien Fall

Spektakulär ist auch die Pre-Title-Sequenz über den Kampf eines Fallschirm in der Luft: Der Sprung aus dem Flugzeug sowie der Kampf in der Luft wurde im freien Fall gedreht. Zwei Stuntmänner, die Bond und Jaws spielen, trugen Anzüge, die mit einem Fallschirm ausgestatten waren. Diese waren so gut verarbeitet, dass man sie auf den ersten Blick im Film nicht erkannte. Doch beim genauen Hinsehen ist ein Riss am Rücken des Anzugs zu erkennen, welches die Abreissnaht war. Gefilmt wurde der Kampf von einem weiteren Fallschirmspringer, der eine 3,5 kg schwere Kamera auf dem Helm trug.

Niedersteine und Knieschmerzen

Der arme Roger Moore hatte es mit seiner Gesundheit nicht einfach. Bevor die Dreharbeiten in Rio de Janeiro losgingen, musste er sich zuerst noch in Paris aufgrund seiner Nierensteine behandeln lassen. Bei den Dreharbeiten in der Gondel verletzte sich Moore dann noch am Knie. Schnell schwoll es stark an. Die Macher hatten die Befürchtung, dass sich wegen Rogers Knie die Dreharbeiten verzögern würden. Doch er biss die Zähne zusammen und machte tapfer weiter.

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Liebesszene mit Gabelstapler

Die Liebesszene zwischen Bond und Holly Goodhead (Lois Chiles) im schwerelosen Raum war für beide eine Tortour: Sie trugen jeweils ein Metallkorsett, das an einen Gabelstapler befestigt wurde und dann die Darsteller durch die Luft schwenkte. Durch die Schwingungen drückte das Korsett, was bei beiden Darstellern Schmerzen verursachte. Das wäre für beide nicht schön: Roger Moore musste in der Szene veliebt wirken und Lois Chiles war zu dem Zeitpunkt schwanger.

Materialschlacht

Auch der Fantasie von Ken Adam entsprang die Raumstation, welche im französischen Studio Epinay erschaffen wurde. Das Set kostete seinerzeit eine halbe Million US-Dollar. Innert acht Wochen waren über 220 Techniker am Werk gewesen, die 100 Tonnen Metall, zwei Tonnen Nägel, 25'000 Meter Holz sowie eine riesige elektronische Ausrüstung verbauten. Die Elektronik verschlang so viel Strom, dass eine Stadt mit über einer Millionen Einwohner hätte versorgt werden können.

Die Bondola-Gondala

Produktionsdesigner Ken Adam kam auf die Idee, für die Verfolgungsjagd auf den Wasserstrassen von Venedig eine Gondola mit zwei 140 PS Motoren und einem Luftkissen auszustatten. Diese Gondola wurde dann in Bondola umgetauft. Die Aufnahmen bei der Verwandlung von Gondola zu Bondola entpuppten sich als schwierig. Die ersten vier Male war das Fahrzeug sehr instabil, sodass Roger Moore immer in Wasser fiel und sein Anzug ersetzt werden musste. Beim fünften Take klappte es dann. Gott sei Dank: Der fünfte Ersatzanzug war auch der letzte.

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Hier spielt die Musik

Zum dritten und letzten Mal nach Goldfinger und Diamonds Are Forever durfte Shirley Bassey die Titelmelodie singen. Während bei der Titelsequenz der Song klassisch und langsam vorgetragen wurde, hatte man für die End-Titelsequenz eine Disco-Version angefertigt. Für den Score zeigte sich wiedermal John Barry verantwortlich, wobei sein 007-Thema, sein Pendant zum James-Bond-Thema, zum letzten Mal eingesetzt wurde. Bekannt ist eigentlich das 007-Thema bei den Connery-Bonds, zu hören in From Russia with Love, Thunderball und Diamonds Are Forever.

Was James Bond mit den Goonies zu tun hat

Produzent Broccoli rief während den Dreharbeiten zu Moonraker Steven Spielberg an, denn er wollte die Erlaubnis haben, das fünftönige Leitmotiv aus Close Encounters of the Third Kind benutzen zu dürfen. Spielberg stimmte zu und das Leitmotiv wurde für die Labor-Szene in Venedig benutzt. Jahre später meldete sich Spielberg bei Broccoli. Er wollte das James-Bond-Thema in einer Szene für The Goonies verwenden. Broccoli erwähnte nur, dass das Thema mehr als fünf Töne hat, doch gab er letzten Endes die Erlaubnis.

Verpulverte Ersparnisse

Zahlenmässig überholte Moonraker seinen Vorgänger The Spy who loved me. Moonraker hatte ein Budget von 30 Millionen US-Dollar und spielte weltweit über 210 Millionen ein. Dass man auf den Star Wars-Zug aufgesprungen ist, hat sich also bezahlt gemacht. Um die Produktionskosten tief zu halten, hatte Broccoli sogar extra die Dreharbeiten in französische Studios verschoben, weil ihn die hohen Steuern in England ärgerten. Doch der Umzug in drei Studios unweit von Paris verschlang die erhofften Einsparungen. Somit blieb Moonraker die einzige französisch-britische Koproduktion der Bond-Reihe.

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