Jetzt übernimmt Roger Moore: 11 Fun Facts zu "James Bond - Live And Let Die"

Nachdem man Sean Connery doch noch zu einem weiteren Auftritt überreden konnte, musste für Bond Nr. 8 nun ein neuer 007 her. Es wurde Roger Moore gecastet, der auf kubanische Zigarren am Set bestand.

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Clint Eastwood als Bond?

Sean Connery war für die Rolle des James Bond nicht mehr zurückzugewinnen. Für die Produzenten Saltzman und Broccoli ging die Suche erneut los. Steve McQueen, Burt Reynolds und Robert Redford wurden angefragt. Sogar Clint Eastwood, der mit Dirty Harry Erfolge feierte, wurde die Rolle angeboten. Er sagte ab, da er der Meinung war, Bond sollte von einem Engländer gespielt werden. Die Produzenten nahmen sich Eastwoods Meinung zu Herzen. Ihre Wahl fiel auf Roger Moore, einen waschechten Briten, der gerade die Serie The Persuaders mit Tony Curtis beendet hatte. Moore unterschrieb den Vertrag im Frühjahr 1972.

Paff, Paff

Roger Moore war ein Fan von Zigarren, vor allem von der Marke "Monte Cristo" aus Kuba. Es war Bestandteil seines Vertrages, dass er diese Sorte am Set zur Verfügung gestellt bekam und er sie rauchen durfte. Bevor aber Moore in die Rolle von Bond schlüpfen durfte, musste er auf Willen der beiden Produzenten ungefähr neun Kilo abnehmen und seine Haare kürzen.

Päng, Päng

Von Waffen war Moore kein Fan. Eine Pistole zu tragen oder zu halten war zwar kein Problem. Nur vom Schuss fürchtete er sich. Dieses Geräusch war ihm zu laut und überraschte ihn immer wieder. Jedes Mal wenn er die Pistole abfeuern musste, kniff er die Augen zu. Eine Gewohnheit, die etwas zu mehr wiederholenden Takes für gewisse Szenen führte.

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Kontrovers!

Live And Let Die war zur seiner Zeit ein kontroverser Bond-Film, da man diesen mit afroamerikanischen Schauspielern besetzte. Bond musste diesmal den Schurken Kananga (Yaphet Kotto) bekämpfen. Ausserdem ging er auch eine Liaison mit Rosie Carver (Gloria Hendry) ein. In Südafrika wurde diese Liaison-Szene aus dem Film entfernt wegen der dortigen Apartheid-Regierung.

Böser Junge

Mit 33 Jahren war Schauspieler Yaphet Kotto der jüngste und auch der erste afroamerikanische Bösewicht. Trotz seiner Darstellung in Live And Let Die durfte er weder Interviews an die Presse geben, noch an der Filmpremiere teilnehmen. Die Produzenten fürchteten sich vor der Reaktion des Publikums bezüglich einem mit einem Afroamerikaner besetzten Bösewicht.

"Wir machen es nochmals..."

Neben realen Schauplätzen wie New York und New Orleans beinhaltet Live And Let Die als erster Bond-Film einen fiktiven Ort: Die Insel San Monique. Dafür stand die Insel Jamaika Pate, wo die Szene mit den Mohn-Feldern sowie die Verfolgungsjagdszene mit dem Doppeldecker-Bus gefilmt wurden. Die Busse wurden extra aus London angeschafft und so angepasst, dass der obere Teil auf das verfolgende Auto fallen sollte, wenn es mit der extra angefertigten Brücke kollidiert. Erst beim zweiten Versuch war diese Szene dann im Kasten.

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Streit um den Titelsong

Der Song "Live And Let Die" von Sir Paul und Linda McCartney hätte es fast nicht als Titelmelodie geschafft. Zwar gefiel dem Produzenten Saltzman die Version, die von Paul McCartney and the Wings stammte, jedoch wollte er eine weibliche Afro-Sängerin haben. Daraufhin mischte sich George Martin, Soundtrack-Komponist von Live And Let Die und Beatles-Produzent, in die Verhandlungen ein und holte einen Kompromiss raus: Pauls Version wurde als Titelsong genommen, die andere, soulige Performance von Sängerin B.J. Arnau, fand dann im Film Platz. Eine Entscheidung, die sich auszahlte: "Live And Let Die" von Paul McCartney and the Wings eroberte die amerikanischen Charts und landete auf Platz 1. Darüber hinaus wurde er für die Oscars nominiert und gewann in der Kategorie "Bester Song".

"Iiiih, Schlangen!"

Roger Moore und Geoffery Holder, der Baron Samedi verkörperte, hatten beide Angst, mit Schlangen zu arbeiten. Während man für Moore noch entsprechende Lösungen auf Lager hatte, direkten Kontakt mit Schlangen zu vermeiden, hatte es Holder schwieriger. In einer Szene musste er in einen Sarg voller Schlangen fallen. Zuerst weigerte er sich, die Szene zu drehen. Doch ausgerechnet an jenem Tag war Prinzessin Alexandra am Set zu Besuch. Holder wollte vor der royalen Persönlichkeit sein Gesicht wahren und stürzte sich dann für diese Szene doch ins "Vergnügen".

Was alles geschrottet wurde

Live And Let Die hatte ein Budget zwischen sieben und zwölf Millionen Dollar. Alleine die Fahrzeuge (darunter acht Flugzeuge, 29 Autos, zwei Doppeldeckerbusse, eine nicht definierte Anzahl an Motorbooten), die zu Bruch gingen, verschlangen schon über 2,5 Millionen Dollar. Aber man wollte was Besonderes bieten, z.B. die Szene mit dem Bootsrennen, welche ca. 2.2 Millionen Dollar kostete. Roger Moores Gage in Höhe von 180.000 Dollar plus Gewinnbeteiligung war im Vergleich zu Connerys letztem Film ein Schnäppchen. Die Kosten wurden dann locker wieder eingespielt: Mit fast 127 Millionen Dollar war Live And Let Die der drittumsatzstärkste Bond nach Thunderball und Goldfinger.

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Sie hat die Haare schön!

Die Produzenten wurden auf Jane Seymour aufmerksam, als diese sich die TV-Serie The Onedin Line ansahen, in der sie ca. 20 Minuten lang zu sehen war. Beim Casting stelle sich Seymour kurz vor, zog ihren Hut ab und ihr langes Haar fiel dabei herunter. Dieser Augenblick elektrisierte Saltzman und man entschied sich sofort für Seymour. Dummerweise war sie noch an die TV-Serie vertraglich geknüpft. Doch die Produzenten schafften es, den Drehplan umzukrempeln. So konnte Seymour in der TV-Serie als auch im Bond-Film mitwirken.

Die Szene mit den Krokis

In Jamaika wurden die Location-Scouts auf eine Krokodil-Farm aufmerksam, die Ross Kananga gehörte. Dort entstand die Szene, in der Bond im Laufschritt auf sechs aneinanderreihenden Krokodilen ging und dann wieder festen Boden unter den Füssen hatte. Allerdings wurde dieser Stunt nicht von Roger Moore ausgeführt, sondern von Ross Kananga selbst. Dieser musste in Moores Hose und Schuhe schlüpfen, und es brauchte einige Takes, bis die Szene im Kasten war. Die Macher waren davon so beeindruckt, dass sie seinen Namen in Ehren halten wollten, indem sie Yaphet Kotto den Rollennamen Kananga gaben.

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