Eine ölige und haarige Sache: 11 Fun Facts zu "James Bond - Diamonds Are Forever"

Sean Connery is back! Für eine riesige Summe gab der Schotte nochmals 007 und tat mit der Gage dann noch was Gutes. Wo dann jedoch überall gespart werden musste, erfahrt ihr hier bei uns.

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Endlich denkt mal einer an die Kinder!

Die finanziellen Erwartungen konnte On Her Majesty‘s Secret Service nicht erfüllen. Lazenby hatte sowieso einen Vertrag für nur einen Bond-Film abgeschlossen. Für diese nächste Verfilmung sah man sich nach einem neuen Hauptdarsteller um. Mit Schauspieler John Gavin hatte man sogar Testaufnahmen gemacht. Doch die Produzenten hatten eigentlich anderes im Sinne: Sie fragten Sean Connery an und boten ihm 1,25 Millionen Dollar Gage an. Connery sagte zu. Seine Gage spendete er an eine schottische Organisation, die den heimischen Jugendlichen bei einer soliden Ausbildung unterstützte.

Fröbe mochte nicht mehr

Die Produzenten trommelten das Team zusammen, das zuvor bei der Bond-Serie für Erfolg sorgte. So wurden Regisseur Guy Hamilton und Produktionsdesigner Ken Adam (Goldfinger) wieder an Bord geholt. Der erste Entwurf des Drehbuchs von Richard Maibaum sah vor, dass der Zwillingsbruder von Auric Goldfinger als Bösewicht auftauchen würde. Erste Vorkehrungen zum Setting hatten bereits stattgefunden. Auch bei Gert Fröbe klopfte man an, der jedoch ein erneutes Auftreten ablehnte. Anschliessend wurde diese Idee unter den Teppich gekehrt, was Maibaum das Herz brach. Trotzdem raffte er sich auf, ein anderes Skript mit Blofeld zu konstruieren.

Sparen, wo es nur geht

Das Budget von Diamonds Are Forever betrug zwischen sieben und zehn Millionen Dollar bei einem weltweiten Einspielergebnis von 115 Millionen. Da Connerys Gage dazumal eine Rekordsumme war, man den bereits vertraglich verpflichtenden John Gavin auszahlen musste und den ersten Drehbuchentwurf verwarf, obwohl man schon erste Vorbereitungen dafür getroffen hatte, wollte man beim Special Effects-Budget sparen. Auch beim Setting sollten die Zahlen etwas tief gehalten werden. Mit 10'000 Dollar gehörte der "Moon Buggy" zu den teureren Objekten.

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Unerkannt mit Connery-Look

Bevor die Dreharbeiten in Las Vegas begannen, besuchte Sean Connery am Abend zuvor eine Show. Diese wurde vom Moderator unterbrochen, da sich Connery im Publikum befand und er ihn bat, auf die Bühne zu kommen. Das Publikum begann zu klatschen, bis sie Connery in Freizeitbekleidung und ohne Toupet sahen. Plötzlich verstummten sie. Am nächsten Abend war Connery wieder an einer Veranstaltung. Diesmal war er mit Dinnerjacket und Haarteil zu sehen. Das Publikum konnte seinen Beifall nicht zügeln: Frauen wollten ihn unbedingt berühren und Männer ihm die Hand geben. Fortan ging Connery immer in Freizeitdress zu den Events, um nicht erkannt zu werden.

Viva Las Vegas

In Las Vegas wurde viel in der Nacht gedreht. Vor allem in den Casinos durfte das Team nur zwischen drei Uhr in der Nacht und sechs Uhr in der Früh drehen. Mit dem Schauplatz Las Vegas wollte man das amerikanische Publikum für die Serie wiedergewinnen, die mit dem Vorgänger-Bond nicht viel anfangen konnten. Die Rechnung ging auf: In den USA hatte On Her Majesty‘s Secret Service ein Einspielergebnis von ca. 23 Millionen Dollar, Diamonds Are Forever spülte ca. 44 Millionen Dollar in die Kassen. Interessanterweise wird aber Las Vegas im Film niemals namentlich erwähnt.

Bond-Girls

Auf Jill St. John wurden die Produzenten Saltzman und Broccoli in romantischen Filmen mit Elvis und Dean Martin aufmerksam, wo sie meistens ein Dummchen verkörperte. Lana Wood wurde hingegen in einem Playboy-Magazin entdeckt. Jill St. John sollte ursprünglich die Rolle der Plenty O'Toole einnehmen, doch Regisseur Guy Hamilton überliess ihr die Hauptrolle der Tiffany Case und machte sie zum Bond-Girl. Die frei gewordene Rolle der Plenty O'Toole bekam anschliessend Lana Wood.

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Krach zwischen den Bond-Girls

Während den Dreharbeiten zum Bond-Film verkrachten sich Jill St. John und Lana Wood. Der Grund: Beide waren an Sean Connery interessiert und verabredeten sich zur gleichen Zeitspanne mit ihm. Diese Fehde ging in die nächste Runde, als im November 1981 Lanas Schwester Nathalie Wood (bekannt aus Rebel Without a Cause) eines mysteriösen Todes starb. Nathalie war zu der Zeit mit Schauspieler Robert Wagner (Hart to Hart) verheiratet. Im Februar 1982 ging Jill St. John eine Beziehung mit Wagner ein und heiratete ihn anschliessend. Lana glaubt bis heute noch, dass Wagner mit dem Tod ihrer Schwester zu tun hatte.

Vom Angestellten zum Boss

Die Figur Willard Whyte basiert auf dem milliardenschweren Filmproduzenten und Piloten Howard Hughes. Im Film besitzt Whyte ein Hotel, das Whyte House. Im realen Leben besass Hughes auch ein Hotel in Las Vegas, das Desert Inn. Und beide hatten ihre eigenen Räumlichkeiten im obersten Stockwerk, dem Penthouse. Willard Whyte wurde von Jimmy Dean gespielt, der übrigens früher ein Angestellter in Hughes‘ Hotel war. Dean gestand einst, dass es für ihn nicht einfach war, die fiktionale Version seines ehemaligen Bosses darzustellen.

Der vorerst letzte Auftritt von Blofeld und S.P.E.C.T.R.E.

Diamonds Are Forever war bis 2015, als James Bond - Spectre erschienen ist, der letzte Film, in dem Blofeld und die Organisation S.P.E.C.T.R.E. in Erscheinung traten. Nach "Diamonds" lagen die Namensrechte bei Kevin McClory. Saltzman und Broccoli durften sie für ihre Bond-Reihe nicht mehr verwenden. Ursprünglich wollte man, dass Blofeld im Film (offensichtlich) überlebt und wieder im nächsten Abenteuer sein Unwesen treibt. Diese Idee fiel mit der Rechteverschiebung ins Wasser. Erst 2014 konnte EON Productions, acht Jahre nach McClorys Tod, die Rechte der beiden Namen wieder zurückgewinnen.

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Ami-Autos sind blöd

Regisseur Guy Hamilton hatte für gewisse Sequenzen seine eigenen Vorstellungen. Er war kein Fan von amerikanischen Autos. Deswegen fand im Film bei der Verfolgungsjagd eine Massenkarambolage mit den breiten Polizeiwagen auf der Autoparkanlage statt. Auf die Frage eines Reporters, warum er die amerikanischen Polizisten so trottelig darstellen liess, antwortete er: "Ich kann amerikanische Bullen nicht ausstehen."

Nur Original ist real

Die Öl-Plattform, auf der das Finale stattfindet, existierte wirklich, sie war jedoch ausrangiert. Für die zehn Drehtage mussten die Produzenten fast eine halbe Million Dollar Miete blechen. Über die Hälfte von der Plattform wurde während des Drehs beschädigt. Broccoli entgegnete, dass man auch im Studio ein Modell hätte bauen können. Doch wären die Bilder nicht die gleichen gewesen.

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