Adventskalender der bewegten Bilder - Tag 22: «Home Alone 2 - Lost in New York»

Der Familie McCallister passiert doch tatsächlich zweimal dasselbe. Über die Fortsetzung des Familienklassikers "Home Alone" wird selten geredet. Mit gutem Grund? Kurz vor Weihnachten prüfen wir nach.

© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Genre: Komödie/Familienfilm/Touristikvideo
Laufzeit: 120 Min.
Jahr: 1992 (USA)
Regie: Chris Columbus
Cast: Macaulay Culkin, Joe Pesci, Daniel Stern

Weshalb Home Alone 2 - Lost in New York?

Vor 4 Tagen habe ich mir wieder einmal Home Alone angesehen und hatte einen Heidenspass damit. Das Sequel habe ich weitaus weniger oft gesehen und so gab ich mir den Schubs. Im Verlaufe dieses Specials habe ich doch schon weitaus Schlechteres gesehen, oder?

Worum geht's?

Durch eine Reihe an dummen Zufällen und Missgeschicken landet der kleine Kevin auf dem falschen Flieger. Die Familie reist zu Weihnachten nach Florida, um etwas Sonne zu tanken, während Kevin im Flugzeug nach New York sitzt. Dort angekommen, ist er nicht nur alleine, sondern trifft auch wieder auf die zwei Schurken (Joe Pesci und Daniel Stern), die er im Jahr zuvor überwältigte. Zum Glück hat Kevin die Kreditkarte seines Vaters dabei und kann sowohl die Stadt geniessen als sich auch auf einen erneuten Kampf gegen die Einbrecher vorbereiten.

Wie war's?

Uff! Donald Trump und Rob Schneider in einem Film? Das kann ja nur schlecht kommen. Hauptschuldiger dürfte aber John Hughes sein, der für sein Sequel-Drehbuch absolut keine neue Idee hatte, sondern ein Remake des ersten Teiles verfasste. So kann eigentlich nur die gewechselte Location gelobt werden. Manhattan ist toll in Szene gesetzt und die World-Trade-Center-Sequenz gibt ein mulmiges Gefühl. John Williams darf seinen tollen Score noch etwas erweitern, und wer die Ohren spitzt, hört Ideen aus Indiana Jones wiederverwertet, und sogar den Ursprung von Hedwigs Thema aus den Harry-Potter-Filmen meinte ich hier gehört zu haben. Wenn wir schon bei Vögeln sind: Die Taubenlady, die als Ersatz für den Schaufelmann (Name ist der Redaktion bekannt) auftaucht, ist auch ganz gut. Die rezyklierten Gags mit Pappfiguren und Gangsterfilm nerven dank Ideenlosigkeit aber gewaltig. Der Showdown mit Pesci und Stern mag für die Stuntleute unterhaltsam gewesen sein, ist aber ebenso enttäuschend wie Tim Curry als Hotelmanager. Ein wirklich schlechtes Sequel, das man keines Falles so nahe im Anschluss an das Original ansehen sollte.

Die nackten Zahlen

Filmbewertung: 2/6
Weihnachtsfaktor: 5/6

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OutNow.CH
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