Adventskalender der bewegten Bilder - Tag 20: «Let It Snow»

Es ist Weihnachten und die ganze Kleinstadtjugend scheint von Amors Pfeil getroffen. Wer kommt mit wem zusammen, und lohnt sich der Filmausflug nach Romanzenhausen? Helferelfe Petra öffnet Türchen 20.

© Netflix

Genre: Teen/Romanze
Laufzeit: 92 Min.
Jahr: 2019 (USA)
Regie: Luke Snellin
Cast: Joan Cusak, Kiernan Shipka, Mitchell Hope, Isabela Merced, Shameik Moore, Odeya Rush, Liv Hewson, Jacob Batalon,

Weshalb Let It Snow?

Let It Snow beruht eher lose auf einer sogenannten fix-up novel, einem Roman, der aus einzelnen Geschichten besteht, die anschliessend zusammengefügt werden. Hinter der Buchvorlage stehen Lauren Myracle, Maureen Johnson und Jugendbuch-Hitgarant John Green (The Fault in Our Stars). Da macht es einen doch gwundrig, wenn Netflix ein solches Experiment mit attraktiven Teenstars verfilmt. Vielleicht schlägt ja dieser Film den Netflix-Romanzen-Weihnachtsfluch (siehe Kalendertörli 14 und 15)?

Worum geht's?

Am Weihnachtsabend bekommen es die Teenager im verschneiten Kaff Laurel, Illinois, mit den ganz grossen Liebeswirren zu tun. Julie (Isabela Merced) will per Zug abhauen, der bleibt jedoch wegen eines Schneesturms stecken. Ebenfalls im Zug ist der aufsteigende Popstar Stuart Bale (Shameik Moore), den sie spontan mit in das Städtchen nimmt, wo die beiden einen wunderbaren Tag miteinander verbringen. Die eifersüchtige Addie (Odeya Rush) fürchtet währenddessen, dass ihr Freund sie betrügt. Ihre beste Freundin Dorrie (Liv Hewson) möchte hingegen der hübschen Kerry (Ann Akana) näherkommen, mit der sie kürzlich heftig rumgemacht hat. Doch Cheerleaderin Kerry scheint sie in der Öffentlichkeit zu ignorieren. Tobin (Mitchell Hope) hingegen ist bis über beide Ohren in seine beste Freundin Angie (Kiernan Shipka) verliebt, die alle nur «The Duke» nennen. Doch sie scheint auf den coolen College-Boy JP (Matthew Noszka) zu stehen. Am Abend soll eine Riesenparty im Waffle Town steigen, wo sich alle Geschichten wieder kreuzen.

Wie war's?

Let It Snow wurde wohl als eine Art Love, Actually für Teens geplant, und das bietet der fertige Film auch ziemlich. Freilich ist er niemals so gut wie die Mutter aller Weihnachtsschnulzenfilme, aber die grosse Figurenzahl und die diversen Liebespärchen erlauben, dass für Romantikfreunde jeder Couleur etwas dabei ist. Dazu noch die verschneite Landschaft und die attraktiven Jungdarsteller: was will man mehr? Natürlich ist man nicht vor den üblichen Romance-Klischees gefeit, denn die Story bleibt bei jedem Pärchen ziemlich vorhersehbar. Als gmögiger Liebesfilm für die kalten Tage ist Let It Snow aber die richtige Filmkost für Romantiker, um sich richtig schön einzukuscheln. Nicht zuletzt dank des vierbeinigen Gaststars beim Happyend bleibt am Ende ein wohlig warmes Gefühl zurück.

Die nackten Zahlen

Filmbewertung: 4/6
Weihnachtsfaktor: 2/6

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