Adventskalender der bewegten Bilder - Tag 17: «Krampus: The Devil Returns»

Die Welt des No-Budget-Horrorfilmes ist Redakteur Marco bisher verwehrt geblieben, bis er das heutige Adventstürchen öffnete und dahinter einen Weihnachtsteufel in Gummimaske antraf.

© Indigo

Genre: No Budget/Horror/Selbstgemachter Film
Laufzeit: 79 Min.
Jahr: 2016 (USA)
Regie: Jason Hull
Cast: Sean C. Phillips, Tiffani Fest, R.A. Mihailoff

Weshalb Krampus: The Devil Returns?

Jeden Dienstag schaue ich mir die Youtube-Videos von Sean C. Phillips alias Coolduder an. Darin präsentiert der Filmfan die Bluray-Releases der Woche und besucht Multimedia-Ladenketten, um deren exklusiven Editionen zu zeigen. Nebenbei hat er immer wieder Gastauftritte in Microbudget-Horrorfilmen. Dies ist einer davon.

Worum geht's?

Der böse Krampus ist zurück und entführt Kinder, die nicht brav waren. Und dann gibts noch weitere verwirrende Subplots um einen Polizisten, der seine Frau verloren hat und den Krampus jagt.

Wie war's?

Ich bin ziemlich offen für jegliche Art von Film, doch dies war definitiv mein erster und letzter No-Budget-Horrorfilm. Da ich mich als Teenager mit der Videokamera auch an Slasherfilmen versucht habe, weiss ich, dass es ohne professionelle Mittel nicht einfach ist, etwas cooles auf die Beine zu stellen. Ich gönne deshalb jedem und jeder diese Möglichkeit. Ihr merkt, dass ich über den gesehenen Film selbst gar nicht unbedingt schreiben möchte. Er sieht selbstgemacht aus und hat sowohl eine furchtbare Mikrofonierung als auch furchtbare Laiendarsteller. Krampus selbst ist ein Typ im roten Bademantel mit Gummimaske. Völlig ungeniessbar also, weshalb ich diese Worte auch während dem Schauen des Filmes eintippe. Notabene eine absolute Ausnahme!

Was mich aber interessiert, ist das Businessmodell. Wie kommt es dazu, dass so etwas grottenschlechtes auf DVD und grossen Streamingplattformen verbreitet wird? Gibt es eine Low-Budget-Horrorfilm-Mafia? Ich mach mich noch ein wenig zum Thema schlau, denn den Fernseher kann ich nun getrost ausschalten.

Die nackten Zahlen

Filmbewertung: 0/6
Weihnachtsfaktor: 2/6

Marco Albini [ma]

2003 verfasste Marco seine erste Kritik auf OutNow und ist heute vor allem als Co-Moderator des OutCast tätig. Der leidenschaftliche «Star Wars»-Fan aus Basel gräbt gerne obskure Genrefilme aus, aber Komödien sind ihm ein Gräuel.

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. Twitter
  5. Letterboxd
Teilen
Auf Facebook teilen  Auf Twitter teilen 
Datum
Quelle
OutNow.CH
Themen