Adventskalender der bewegten Bilder - Tag 16: «The Christmas Bunny»

Der Hase gehört doch zu Ostern, oder? Anscheinend gibt es aber auch ein Weihnachtshäschen, wie uns der Film hinter dem aktuellen Türchen von Marcos Adventskalender weismachen möchte.

© SchröderMedia Handels GmbH.

Genre: Drama/Family/Creepy Child-Movie
Laufzeit: 98 Min.
Jahr: 2010 (USA)
Regie: Tom Seidman
Cast: Sophie Bolen, Madeline Vail, Colby French

Weshalb The Christmas Bunny?

In meiner Familie gab es auch mal Hasen. Und ja, einer davon hiess Luke (Skywalker kann man sich dazu denken). Bugs Bunny finde ich auch ganz toll, wieso also nicht einen Film um einen Weihnachtshasen? Und weil er in der öffentlichen Bibliothek so schön ausgestellt war, nahm ich ihn eben mit.

Worum geht's?

Als die traumatisierte, kaum sprechende Julia (Sophie Bolen) gerade bei ihrer nächsten Pflegefamilie ankommt, steht Weihnachten unmittelbar vor der Tür. Am Tag des Festes schiessen die Jungs der Familie mit ihren neuen Luftgewehren einen Hasen an. Julia möchte den verletzten Meister Lampe bei sich aufnehmen. Ganz in ihrer Nähe wohnt Betsy Ross, die sich um von Kinder vernachlässigte Hasen kümmert. Bei ihr soll Julia lernen, wie man sich mit verantwortungsvoll eines Haustiers annimmt.

Wie war's?

Das grosse FSK-Logo auf dem DVD-Cover schreit förmlich «Freigegeben ab 0 Jahren». Für die letzte Phase dieser Geschichte mag dies sogar passen, doch der Film hat ein ziemlich hohes Level an Creepiness. Angefangen bei Sophie Bolens starrem, leerem Blick und dem verstörenden Hasentrickfilm, den sie immer konsumiert, schwingt beim Schauen ein Unbehagen mit. Auch die Brutalität, mit der die Jungs auf den unschuldigen Hasen schiessen, beunruhigt einen. Im späteren Verlauf der Handlung zeichnet sich dann aber klar eine pädagogisch wertvolle Botschaft ab. Es schadet sicher nicht, Kindern beizubringen, anständig mit Tieren umzugehen, aber dass man diese Botschaft in so eine deprimierdende Geschichte packt, ist kurios. Zum Glück finde ich Kuriositäten interessanter als Banalitäten und habe mich somit ganz gut unterhalten.

Die nackten Zahlen

Filmbewertung: 3/6
Weihnachtsfaktor: 3/6

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