«His Dark Materials» Season 1: Recap Episode 7 - The Fight to the Death

Es geht aufs Finale zu: Lyra gerät in die Fänge des Eisbärenkönigs, dreht ihre Lügentalente volle Pulle auf und stiftet einen epischen Tierzweikampf an. Denn es kann nur einen geben!

© BBC

Wir starten in die Episode mit einer epischen Kamerafahrt, mit der wir uns Mrs. Coulter langsam von hinten nähern. Was zunächst vor allem nach knalligen Farben aussieht, erweist sich schliesslich als die Überreste der zerstörten Maschine inmitten von Bolvangar. Mrs. Coulter dreht sich zur Kamera um und stösst ein wütendes Brüllen aus. Aha, deshalb hat sie also einen Affen als Daemon! Auf ihrem Weg durch die zerstörte Anlage trifft sie auf Sister Clara, die als einzige nicht geflohen ist. Die arme (aber immer noch gruselige) junge Frau scheint ohne Daemon völlig hilflos zu sein, hält sie doch aufgrund der Indoktrination des Magisteriums Bolvangar als besten Ort überhaupt. Und dann wird sie von Mrs. Coulter auch noch fast erwürgt. Autsch, gebt der jungen Dame doch bitte ein Haustier zur Wiedergutmachung!

Andernorts erfahren wir, dass Hermelin-Pan und Lyra den Sturz aus dem Heissluftballon mehr oder weniger heil überstanden haben. Auf der Suche nach ihren Gefährten stösst sie aber nicht auf Iorek Byrnison, sondern auf einen Eisbären im Dienst des bösen Königs Iofur Raknison. Dieser führt sie in dessen Palast? Oder Höhle? Vielleicht auch Schmiede? Auf jeden Fall hätte seine Festung eine tüchtige Putzequipe verdient, bei all dem Blut und den Gerippen, welche den Eingang «dekorieren». Im Innern wird Lyra in einen Kerker geworfen, wo sie von einem Wissenschaftler die nötige Exposition geliefert bekommt, um sich einen Plan zu überlegen, um heil davonzukommen. Weil Iofur nichts mehr will, als ein Mensch zu werden, gibt sich Lyra als Daemon von Iorek aus und verspricht dem gierigen Eisbärenkönig Iofur, dass sie zu seinem Daemon werden könnte, wenn er Iorek im Zweikampf besiegen kann. Was für ein Glück, dass Lyra eine fabelhafte Lügnerin ist und der Eisbärentyrann nicht der Hellste seiner Spezies!

Als Iorek Lyra findet, kommt es zum Kampf zwischen den beiden Eisbären. Ohne Rüstung stürzen sich Iorek und Iofur in einen heftigen Wrestlingkampf, in dem der gutmütigen Iorek erst klar unterlegen ist. Weil der bösartige Throninhaber Iofur aber auch Lyra angreift, rafft sich Iorek noch einmal auf und gewinnt den Zweikampf; Sieg in zwei Runden durch Todesbiss! Weil Lyras geschicktes Lügen erneut funktioniert hat, verleiht Iorek ihr den Namen Lyra Silvertongue und führt sie zu Roger, der sich in einiger Entfernung versteckt hielt. Mithilfe des Alethiometers erfährt Lyra, dass Mrs. Coulter auf dem Weg zu ihnen ist, weshalb sie beschliesst, das Wahrheitsfindergerät ihrem Vater zu bringen.

Auch beim Magisterium macht sich alles auf, was Rang und Namen hat, um zu Asriel in den Norden zu reisen. Erneut wird Mrs. Coulter heftig abgekanzelt, weil ihre Pläne sich in Rauch auflösten. Coulter kann sich jedoch erneut aus der Schlinge ziehen und sich einen Platz auf dem Schuelreisli ergattern, da sie Asriel kennt und zudem Dust-Expertin ist. Father MacPhail formuliert es aber unzweideutig: Lord Asriel muss sterben! Serafina Pekkala erinnert Lee Scoresby derweil erneut daran, wie wichtig sein Einsatz für Lyra ist. «Ein Krieg wird kommen», prophezeit sie. Erst jetzt erfährt Lee, dass das Mädchen noch am Leben ist. Obwohl er sich erst wieder zieren will, nimmt Lee seine Aufgabe an.

Zur gleichen Zeit bringt Iorek Lyra, Pan und Roger weiter in den Norden, wo Asriel sein geheimes Labor hat. Als die Kinder das Gebäude betreten, werden sie von Asriels Assistenten Thorold (Billy Elliots Dad!) empfangen. Asriel selbst flippt jedoch förmlich aus, als er Lyra in seiner Stube sieht - und das nicht im positiven Sinne. Anstatt sich über den Besuch seiner Tochter zu freuen, will er sie wegschicken, weil er nicht sie herbeordert hat. Doch sein Daemon Stelmaria weist ihn darauf hin, dass noch ein anderes Kind anwesend ist: Roger. Asriel freut sich ungemein über diesen Besuch, und uns läuft es kalt den Rücken runter. Au Backe, was hat der denn jetzt geplant?! Lyra, Roger, vertraut keinem über 15!

Aber halt, da war ja noch was anderes! Durch die ganze Folge versprengt gibt es natürlich auch noch die Story von Will zu verfolgen:

Boreal reist erneut in die andere (unsere) Welt und stattet Wills zunehmend nervöser werdenden Mutter Elaine einen Besuch ab. Er versucht, sie weiter einzuschüchtern, indem er behauptet, zum Geheimdienst zu gehören und dass nach ihrem Ehemann gesucht wird, der eventuell gar nicht tot ist. Er will unbedingt die Briefe von John Parry haben, doch Elaine gibt trotz grosser Angst nicht nach. Boreal lässt sogar unbeabsichtigt zu, dass sein Schlangen-Daemon kurz zu sehen ist. Wie unprofessionell!

Die völlig verwirrte Elaine taucht daraufhin in Wills Schule auf und erzählt ihrem Sohn von den Drohungen von Boreal und dass Wills Vater vielleicht noch am Leben sein könnte. Zurück zu Hause entdecken sie dann auch noch mit Entsetzen, dass jemand eingebrochen ist und ihr Haus nach den Briefen durchsucht hat. Was sie nicht merken: Einer der Räuber ist noch im Haus. Will bringt seine Mutter kurzerhand zu einem Bekannten, denn er weiss, dass er die Polizei nicht rufen kann, weil ein einziger Blick auf seine verwirrte Mutter genug wäre, um die Behörden einzuschalten und Mutter und Sohn voneinander zu trennen.

Will geht zurück ins Haus, um die Briefe seines Vaters zu holen. Als er sie jedoch endlich aus dem Versteck geholt hat, kommen die Einbrecher zurück. Will bindet sich einen Gürtel um die Hand und ist bereit, auf den einen Übeltäter loszugehen. Der stolpert bei Wills Angriff jedoch rückwärts über die Katze und stürzt über das Treppengeländer in die Tiefe. Entsetzt über seine eigene Tat - der Einbrecher scheint nämlich tot zu sein - schnappt sich Will seinen Rucksack mit den Briefen und rennt aus dem Haus. Erst will Will zu seiner Mutter, doch er überlegt es sich vor dem Haus noch einmal und läuft in die andere Richtung in die Nacht. Aww!

Fazit

Ich muss schon sagen, auch wenn die Serie nicht wirkllich als Meisterwerk zu bezeichnen ist, bin ich inzwischen Fan von der Titelmelodie, die so richtig zum Mitschunkeln animiert. Um den lateinischen Text mitbrummeln zu können, bräuchte es aber noch einige Rewatches.

Im Zentrum der Episode steht natürlich der epische Kampf zwischen den beiden Eisbärenanführern. Die Bären selbst sind ja ganz ordentlich animiert - um unheimliche Uncanny-valley-Viecher wie etwa in The Jungle Book handelt es sich hier definitiv nicht. Allerdings merkt man schon, dass wohl ein eher tiefes Budget zur Verfügung stand. So geschieht vieles im Hintergrund oder wird von Lyra verdeckt, und gerade von den «Statistenbären», die auch alle irgendwie gleich aussehen, sieht man selten mehr als einen aufs Mal. Das ist zwar bestimmt die beste Art, derart effektlastige Sequenzen mit begrenztem Budget umzusetzen; allerdings wirkt diese «Bärenwelt» so auch nicht ganz so belebt wie viele bisher gesehene Orte in der Serie.

Der Rest der Episode bereitet vor auf das grosse Finale, das, wie die Vorschau schon mal andeutet, richtig episch werden dürfte. Spannend dürfte dies auch deshalb werden, weil das Ende der Staffel deutlich vom Film abweichen wird. Wir erinnern uns: Damals endete der Film früher als das Buch ...aus Gründen. Und interessant ist auch, dass Wills Story mit dieser Episode bereits im zweiten Buch der Reihe angelangt ist. Wie wird dann der Abschluss der Staffel?

Zuschauer in der Schweiz können His Dark Materials ein letztes Mal am Sonntag, 22.12. um 21:00 (MEZ) auf BBC sehen, zudem ist die Serie als Stream auf Sky Show verfügbar.

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