Adventskalender der bewegten Bilder - Tag 14: «The Knight Before Christmas»

Weil Marco eine Überdosis Weihnachtsfilme verdauen muss, springt Helferelfe Petra ein und stellt ihren weihnachtlichen Ausflug ins Netflix-Winter-Wunderland vor. Hinter Törli Nr. 14 wird's ritterlich!

© Netflix

Genre: Romanze/Kitsch/Fantasy
Laufzeit: 92 Min.
Jahr: 2019 (USA)
Regie: Monika Mitchell
Cast: Vanessa Hudgens, Josh Whitehouse, Emmanuelle Chriqui

Weshalb The Knight Before Christmas

Wir haben es kaum gemerkt, aber Netflix bastelt offenbar schon seit geraumer Zeit an einem eigenen Shared Universe. Ganze acht Filme gehören bereits zu Netflix's Holiday Movie Universe, wovon The Knight Before Christmas (und wahrscheinlich auch nicht zufällig) bereits der zweite mit Vanessa Hudgens ist. Vom Rest dieses Filmuniversums hab ich noch keine Sekunde gesehen. Weil Ritter und ein bitzeli Weihnachtskitsch aber eben doch noch herzig sein können, habe ich mich an die Zeitreisenromanze gewagt.

Netflix erkärt das Shared Universe übrigens so:

Worum geht's?

Die junge Lehrerin Brooke (Vanessa Hudgens) hat es längst aufgegeben, nach der wahren Liebe zu suchen. Da begegnet sie dem gutaussehenden Sir Cole (Josh Whitehouse), einem Ritter aus dem 14. Jahrhundert, der in die Gegenwart gereist ist, um eine Queste zu bestehen. Weil Brooke glaubt, dass Cole an Amnesie leidet und seine fantastisch klingende Geschichte nur Einbildung ist, nimmt sie ihn gütigerweise mit nach Hause. In den folgenden Tagen lernt Cole das Leben im 21. Jahrhundert kennen und kommt auch der hübschen Brooke immer näher. Doch ihm bleibt nur bis zum Weihnachtsabend Zeit, um seine Queste zu finden und zu bestehen.

Wie war's?

Kaum überraschend handelt es sich bei The Knight Before Christmas um eine harmlose Schnulze, bei der man das Hirn am besten gleich von Anfang abstellen sollte und dafür die Schwärmerei auf 100 hochfahren darf. Durch den sympathisch dargestellten Ritter und die winterlich-gemütlichen Sets klappt das meistens auch recht gut. Freilich ist das Ganze nie so romantisch, wie man das gerne hätte, obwohl alle Ingredienzien vorhanden wären: Langes Einander-Anschmachten wie auch mehrere Fast-Küsse sind auf jeden Fall reichlich vorhanden.

Jenen Zuschauern, die das Hirn nicht ganz abstellen können oder wollen, dürften aber so einige Denkfehler auffallen, die einen ein bisschen davon abhalten, wirklich ganz in die Story abtauchen zu können. (Wieso nimmt die junge Frau einen Fremden mit nach Hause und lässt ihn dann trotz vermeintlicher Kopfverletzung auch noch ihr Auto fahren?) Gerade deshalb eignet sich der Film auch wunderbar für ein Trinkspiel. Natürlich wollen wir sinnloses Trinken nicht fördern - aber man könnte beispielsweise immer dann einen trinken, wenn jemandem Anachronismen auffallen. Würde einer aus dem 14. Jahrhundert nicht furchtbar stinken? Hätte er nicht grässliche Zähne, und überhaupt, würde er nicht eine ganz andere Sprache sprechen? Ihr seht, das Ganze könnte leicht ausarten, deshalb bitte mit Vorsicht in die Tat umsetzen!

Die nackten Zahlen

Filmbewertung: 2/6
Weihnachtsfaktor: 4/6

Petra Schrackmann [pps]

Petra arbeitet seit 2007 für OutNow und haut auch für Lektorat und Listicles in die Tasten. Als Genrefan verbringt sie ihre Film- und Serienabende lieber mit Zombies, Hobbits oder RVAGs als mit Rom-Coms. Als Leseratte ist sie fasziniert von Comic- und Buchverfilmungen (sogar den schlechten!).

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