Adventskalender der bewegten Bilder - Tag 12: «I'll Be Home for Christmas»

Was wurde eigentlich aus Mena Suvari, die mit "American Beauty" ihren Durchbruch hatte und schnell von der Bildfläche verschwand? Sie spielt in Hallmark-Familien-Weihnachts-Kitsch mit, natürlich!

© Hallmark

Genre: Familiendrama/Kitsch/Hundefilm
Laufzeit: 84 Min.
Jahr: 2016 (USA/Kanada)
Regie: James Brolin
Cast: James Brolin, Mena Suvari, Giselle Eisenberg

Weshalb I'll Be Home for Christmas

Ich hatte enifach noch nicht genug Hallmark-Kitsch und Hundefilme gesehen in diesem Unterfangen eines Specials. Nein, ich wollte einfach wissen, was aus Mena Suvari so geworden ist ...

Worum geht's?

Bezirksanwältin Jackie (Mena Suvari) ist erfolgreich im Job und kümmert sich liebevoll um ihre Tochter aus einer gescheiterten Ehe, als ihr Leben kurz vor Weihnachten durch den Besuch ihres Vaters (James Brolin, der auch Regie führte) völlig durcheinander gebracht wird. Eigentlich hat sie schon abgeschlossen mit der Beziehung, da ihr Vater sie kurz nach dem Tod ihrer Mutter im Stich gelassen hatte.

Wie war's?

"Das war doch gar nicht mal so schlecht!" ist normalerweise kein Riesenkompliment für einen Film. Bezieht man diese Aussage aber auf einen schnulzigen TV-Film, tönt sie auf einmal besser. Vielleicht liegt es aber daran, dass ich mich über weite Strecken der Handlung gefragt habe, ob James Brolin eine gewisse Ähnlichkeit mit Christian Bale hat. Oder aber die harmlose Geschichte ist überraschungsarm, aber tut auch niemandem weh. Suvari und Brolin sind trotz ihrer Pappmachéfiguren sympathisch und den Schäferhund "Nose" muss man einfach süss finden. Irritierend ist da höchstens Giselle Eisenberg als naseweise Tochter. Sie ist die Definition einer verzogenen Göre und geht gar nicht. Vielleicht hatte ich einfach einen guten Tag. Im Nachhinein hat es nämlich noch so einiges gegeben, worüber ich mich hätte aufregen können. Das Soundtrackgedudel mit traditionellen Weihnachtssongs in der Budgetversion oder der olle Freund, der viel weniger zur Frau passt als der hunky Polizist, der plötzlich auftaucht. Am besten ich mache mir nicht mehr allzu viele Gedanken über I'll Be Home for Christmas, die Macher taten dies ja auch nicht unbedingt.

Die nackten Zahlen

Filmbewertung: 3/6
Weihnachtsfaktor: 4/6

Marco Albini [ma]

2003 verfasste Marco seine erste Kritik auf OutNow und ist heute vor allem als Co-Moderator des OutCast tätig. Der leidenschaftliche «Star Wars»-Fan aus Basel gräbt gerne obskure Genrefilme aus, aber Komödien sind ihm ein Gräuel.

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OutNow.CH
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