Adventskalender der bewegten Bilder - Tag 9: «Christmas in Conway»

Hallmark steht nicht nur für Grusskarten und Baumschmuck, sondern hat auch einen eigenen TV-Kanal. Der produziert seit Jahren kitschige Filme zur Weihnachtszeit. «Christmas in Conway» ist einer davon.

© Hallmark

Genre: Schmonzette
Laufzeit: 97 Min.
Jahr: 2017 (USA)
Regie: John Kent Harrison
Cast: Andy Garcis, Mary-Louise Parker, Mandy Moore

Weshalb Christmas in Conway ?

«Hallmark Movie» und «Lifetime Movie» sind Begriffe, die wohl für viele Amerikanerinnen und Amerikaner kaum aus dem vorweihnachtlichen Vokabular wegzudenken sind. Sie stehen für übertriebenen Kitsch und ganz viel Drama. Oft habe ich von diesen sagenumwobenen Filmen gehört, doch Christmas in Conway ist meine erste Begegnung mit einem solchen.

Worum geht's?

Suzy Mayor (Mary-Louise Parker) ist an Krebs erkrankt und hat genug von Krankenhäusern und Therapien. So entscheidet sie sich ihren Lebensabend gemeinsam mit ihrem Mann Duncan (Andy Garcia) zu verbringen. Zur Unterstützung stellt das Paar eine junge Pflegerin (Mandy Moore) an. Dadurch hat Duncan genug Zeit seine letzte grosse romantische Geste für seine geliebte Ehefrau vorzubereiten.

Wie war's?

Ei der Daus! Andy Garcia mit unfreiwillig komischem Südstaatenakzent baut für seine sterbende Frau ein Riesenrad im Garten! Was für ein romantischer Pfundskerl! Die Lacher, welche dieser Schmarrn erzeugt, sind zahlreich, was nicht gerade für ein bewegendes Drama spricht. Nachdem der Film zu Beginn aus der Sicht Mandy Moores erzählt wird, ist ihre Figur danach für den Verlauf der Handlung fast völlig überflüssig. Sie ist nur dazu da, damit es auch noch eine Liebesgeschichte für die etwas jüngeren Zuschauer geben kann. Diese ist jedoch beinahe noch dümmer als die Haupthandlung, was schier unmöglich scheint. Um Weihnachten geht es eigentlich auch nur am Rande, da eine Figur saukreative Dekoelemente aus Ästen bastelt. Im Zentrum steht das Riesenrad im Garten. Ein Riesenrad im Garten? Seriously? Zumindest war der ganze Kitsch irgendwie unterhaltsam und überdies kann ich mir nun vorstellen, wofür die Beschreibung «Hallmark Movie» steht.

Die nackten Zahlen

Filmbewertung: 1.5/6
Weihnachtsfaktor: 2/6

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OutNow.CH
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