Adventskalender der bewegten Bilder - Tag 7: «Mariah Carey's All I Want For Christmas Is You»

Kein Witz: Universal produzierte einen sehr lose auf dem Weihnachtsohrwurm basierten, billig produzierten Animationsfilm. So etwas gehört einfach in Marcos Film-Adventskalender.

© Universal Pictures

Genre: Animation/Kinderfilm
Laufzeit: 91 Min.
Jahr: 2017 (USA)
Regie: Guy Vasilovich
Cast: Mariah Carey, Breanna Yde, Henry Winkler

Weshalb All I Want for Christmas Is You ?

Das ist eine sehr gute Frage. Alleine die Idee dieses Filmes ist zu blöd, um wahr zu sein. Gerade deshalb aber war mein Interesse geweckt und man kann ja schliesslich nicht über etwas urteilen, was man nicht mit den eigenen Augen gesehen hat, oder?

Worum geht's?

Mariah wünscht sich zu Weihnachten nichts sehnlicher als einen Welpen. Sie hat sich auch schon in die putzige Princess in der lokalen Tierhandlung verliebt. Leider aber ist ihr Vater höchst allergisch auf Hunde und so bleibt Mariah die einzige unter ihren Freundinnen, die keinen Hund besitzt. Doch dieses Jahr sind ihre Eltern dazu bereit einen Kompromiss einzugehen. Wenn sie es schafft, den unerziehbaren und widerspenstigen Hund ihres Onkels für eine Weile zu hegen und zu pflegen, gehört Princess ihr. So nimmt sie all ihren Mut zusammen, den ungehorsamen Köter zu zähmen und schliesst ihn nach einer Weile gar ins Herz.

Wie war's?

Das war vielleicht mal zum Jaulen! Obwohl der Song selbst ja nicht schlecht ist, sind wir uns wohl einig, dass er dank ständiger Wiederholung jedes Jahr zu einem richtigen Nervtöter geworden ist. Wer hätte also gedacht, ein Film zum Song wäre doch was? Die Animation ist billig produziert und sieht grausig aus, während der Verlauf der Geschichte selbst für ein Hundebaby voraussehbar sein dürfte. Die Mädchenfiguren sind extrem klischiert und nicht unbedingt zeitgemäss und die hanebüchene Message ganz dick aufgetragen. Aber gibt es denn wenigstens ein paar schöne Songs der Ausnahmekünstlerin Mariah Carey zu hören? Denkste! Musikalische Intermezzi sind eine Seltenheit und der Titelsong ist sogar erst im Abspann in seiner Originalfassung zu hören. Ich hoffe, unsere Leserinnen und Leser sind mir zumindest dankbar, dass sie von diesem Film gewarnt wurden. Eigentlich hätte ich es ja auch besser wissen müssen. Jauuuuul!

Die nackten Zahlen

Filmbewertung: 0.5/6
Weihnachtsfaktor: 5/6

Marco Albini [ma]

2003 verfasste Marco seine erste Kritik auf OutNow und ist heute vor allem als Co-Moderator des OutCast tätig. Der leidenschaftliche «Star Wars»-Fan aus Basel gräbt gerne obskure Genrefilme aus, aber Komödien sind ihm ein Gräuel.

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OutNow.CH
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