Adventskalender der bewegten Bilder - Tag 5: «Snekker Andersen og Julenissen»

"Snekker" wie bitte? Auf norwegisch heisst das "Schreiner". In unserem Film-Adventskalender befindet sich dieses Mal nämlich die Verfilmung eines norwegischen Bilderbuches aus den Siebzigerjahren.

© Capelight Pictures

Genre: Familienfilm
Laufzeit: 70 Min
Jahr: 2016 (Norwegen)
Regie: Terje Rangnes
Cast: Trond Espen Seim, Anders Baasmo Kristiansen, Ingeborg Raustøl
Deutscher Titel: Plötzlich Santa

Weshalb Snekker Andersen og Julenissen?

Durchkämmt man die Regale in den Geschäften nach Weihnachtsfilmen, stösst man des Öfteren auf Produktionen aus Schweden und Norwegen, von denen ich noch nie gehört habe. Überhaupt scheinen die nordischen Länder ein Faible für Familienunterhaltung zu haben. So ist es also an der Zeit, dass ich meinen Horizont in diese Richtung erweitere.

Worum geht's?

Die Kinder des Tischlers Andersen (Trond Espen Seim) kommen langsam in ein Alter, in dem sie den Glauben an den Weihnachtsmann verlieren. Dies wird bestätigt, als sie ihren Vater dabei ertappen, wie er klammheimlich nachts ihre Weihnachtsstrümpfe mit Geschenken auffüllt. Wird es für Andersen vielleicht Zeit, das Kostüm zu entsorgen? Dann geschieht jedoch etwas Magisches: Andersen trifft auf den echten Weihnachtsmann! Dessen Kinder wünschen nichts sehnlicher als Weihnachten mit dem Tischler zu verbringen, also vertauschen die beiden ihre Plätze für den diesjährigen Weihnachtsabend.

Wie war's?

Bereits 1973 erschien diese Geschichte in Form eines Kinderbuches von Autor Alf Prøysen, welches wiederum kurz darauf als Animationskurzfilm umgesetzt wurde. Für einen ganzen Spielfilm ist bei dieser weihnachtlichen "Frauentausch"-Variante jedoch zu wenig Fleisch am Knochen, um die 70-minütige Laufzeit zu rechtfertigen. Die Idee, dass die Kinder des Weihnachtsmanns an Weihnachten immer einsam sind, ist ja nett, aber der Film macht zu wenig aus dieser interessanten Ausgangslage. Kulissen und Kostüme erinnern an Schülertheater und die Figuren wachsen einem nicht richtig ans Herz. Gut gemeint war das alles bestimmt, aber der Funke wollte bei mir einfach nicht rüberspringen. Viel mehr habe ich eigentlich gar nicht zu sagen, denn Snekker Andersen og Julenissen hatte dies ja auch nicht.

Die nackten Zahlen

Filmbewertung: 2.5/6
Weihnachtsfaktor: 6/6

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Datum
Autor
Quelle
OutNow.CH