Adventskalender der bewegten Bilder - Tag 1: "Angela's Christmas"

Hinter dem ersten Türchen des Adventskalenders von OutNow-Redakteur Marco versteckt sich ein irischer Animationstrickfilm, der hierzulande exklusiv auf Netflix zu sehen ist.

© Netflix

Genre: Computeranimation/Kurzfilm
Laufzeit: 30 Min.
Jahr: 2017 (Irland/Kanada)
Regie: Damien O'Connor
Cast: Lucy O'Connell, Ruth Negga, Malachy McCourt

Weshalb Angela's Christmas?

Sucht man bei Netflix nach Weihnachts-Content, grinsen einem viele glückliche Gesichter an. Zum ersten Advent sollte es etwas kurzes sein, um langsam in vorweihnachtliche Stimmung zu kommen.

Worum geht's?

Im kleinen irischen Dorf Limerick in den 1910ern stellt die kleine Angela mit Erschrecken fest, dass das Jesuskind in der kalten Kirche ganz ohne Decke in der Krippe liegt. Um es aufzuwärmen, klaut Angela die Puppe und nimmt sie nach Hause.

Wie war's?

Das Zielpublikum zu diesem kitschig-naiven Weihnachtstrickfilmchen ist eindeutig im Kleinkinderbereich anzusiedeln. Hauptfigur Angela behandelt das creepy Baby-Jesus-Püppchen wie ein echtes Baby (wenn sie es nicht gerade über eine Mauer wirft) und führt aus erwachsener Sicht betrachtet ziemlich debile Selbstgespräche. Mit weniger Zynismus zeigt die nett animierte, auf einem Kinderbuch basierende Geschichte jedoch die kindliche Unschuld auf und jauchzt eine klare Message: Gebt Sorg zueinander und kümmert euch nicht nur um eure eigene Familie, sondern auch um Hilfebedürftige. Das Highlight ist dann auch ein musizierender Obdachloser, der von Angelas grossem Herz profitieren darf. Die kindgerechte Verpackung dieser Message dürfte jedoch bei Erwachsenen wenig Anklang finden. Gefallen tun der solide Voicecast und die nicht zu billig wirkende Animation, die vor allem mit stimmiger Hintergrundsgestaltung punkten kann.

Die nackten Zahlen

Filmbewertung: 2.5/6
Weihnachtsfaktor: 4/6

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