Antikriegs-Satire "Jojo Rabbit" gewinnt Toronto-Filmfestival

Taika Waititis ("Thor: Ragnarok") Adaption des Bestsellers "Caging Skies" hat den Publikumspreis gewonnen und gilt damit als grosser Oscar-Anwärter für die Verleihung im kommenden Jahr.

© Fox Searchlight Pictures

Elf Tage Filmwahnsinn sind wieder vorbei in Toronto. 333 Langfilme waren in der kanadischen Grossstadt während dieser Zeit zu sehen und dem Publikum hat dabei Taika Waititis Jojo Rabbit am besten gefallen. Der Film gewann den begehrten Publikumspreis und darf sich nun Hoffnungen auf einige Oscarnominationen machen, denn der Publikumspreis in Toronto ist auch immer ein Indikator für die bevorstehende Oscar-Saison. In den letzten Jahren gewannen Filme wie Room, La La Land, Three Billboards Outside Ebbing, Missouri und Green Book den Preis und bekamen ein paar Monate später auch einige Goldmännchen.

In Jojo Rabbit geht es um einen Jungen in der Hitlerjugend, der von den anderen Kindersoldaten gemobbt wird. Als der Junge herausfindet, dass seine Mutter eine junge Jüdin versteckt hält, wendet sich der Bursche an seinen imaginären Freund: Adolf Hitler. In unserer Kritik schrieben wir, dass der Film in einigen Momenten verdammt lustig ist, Waititi jedoch das Setting trotzdem ernst nimmt. Schweizer Kinostart ist am 23. Januar 2020.

Auf dem zweiten Platz in Toronto landete Noah Baumbachs berührendes Scheidungs-Drama Marriage Story, den dritten Rang sicherte sich Cannes-Gewinner Parasite. Weitere grossartige Filme wie Le Mans' 66, Waves und das spassige Whodunit Knives Out gingen leer aus.

OutNow war auch in diesem Jahr wieder in Toronto vor Ort. Unsere gesamte Berichterstattung findet ihr in unserem Toronto-2019-Special.

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TIFF.net
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