Schock für Comic-Fans: Spider-Man ist nicht mehr Teil des Marvel Cinematic Universe!

Weil sich Disney und Sony wegen dem Geld stritten, das Tom Hollands Spinnenmann generierte, gehen die beiden Studios in Zukunft getrennte Wege. Dabei hatte Spidey vor kurzem einen Rekord gebrochen.

Tom Holland in "Spider-Man: Homecoming" © Sony Pictures

Alles schien so wunderbar zu laufen. Spider-Man: Far From Home war ein grosser Erfolg an den Kinokassen und überholte mit seinen 1.109 Milliarden Dollar vor wenigen Tagen Skyfall als den umsatzstärksten Film, den Sony Pictures je herausgebracht hat. Marvel hatte zudem mit dem Film die Wichtigkeit von Spider-Man innerhalb des MCUs nochmals unterstrichen und sogar mit einer Szene während des Abspanns eine spannende Zukunft für Spider-Man aufgegleist. Doch nun scheint alles vorbei zu sein.

Zuerst aber eine kleine Geschichtslektion: In den Neunzigerjahren ging es dem Comic-Verlag Marvel sehr schlecht und deshalb wurden damals die Filmrechte an verschiedenen Figuren an Studios verkauft. So landeten unter anderem die X-Men bei Fox, Blade bei New Line Cinema und Spider-Man bei Sony. Vor allem Sony profitierte ungemein von den Comicverfilmungen, die Sam Raimi zwischen 2002 und 2007 verantwortete. Nach dem Scheitern einer neuen Reihe um den Spinnenmann (The Amazing Spider-Man) bot Marvel - nun unter dem Dach von Disney und selbst mit dem MCU sehr erfolgreich - im Jahre 2015 Sony einen Deal an. Spider-Man wird Teil des Marvel Cinematic Universe und kann so in Avengers-Filmen auftreten, während Sony jedoch die Rechte an der Figur für Einzelfilme behält und für diese Unterstützung von Marvel bekommt. Der Deal war, dass Sony bei Spider-Mans Soloauftritten den Grossteil der Box-Office-Einnahmen behalten darf, das viele Spider-Man-Merchandise-Geld jedoch an Disney geht. Sony willigte ein und es entstanden die Filme Homecoming und Far from Home.

In den vergangenen Monaten gab es jedoch genau wegen diesem Deal Streit. Disney wollte laut dem Hollywood Reporter einen grösseren Anteil aus den Box-Office-Einnahmen von Spider-Man-Solofilmen. Doch Sony passte das nicht, sondern wollte den bisherigen Deal beibehalten. Da man sich nicht einigen konnte, gehen die beiden Studios in Sachen Spider-Man nun wieder auseinander.

Dies bedeutet auch, dass Tom Hollands Peter Parker wohl aus dem MCU verschwinden wird. Wie das plotmässig erklärt werden soll, darüber darf sich Marvel nun den Kopf zerbrechen. Neben dem Spinnenmann besitzt Sony übrigens immer noch die Rechte an weiteren Figuren aus dem Spider-Man-Universum, darunter auch Venom, der bereits ein sehr erfolgreiches Solodebüt feierte und nichts mit dem MCU zu tun hat. Eine Fortsetzung ist da schon in Arbeit. Für Sony dürfte es wohl jetzt am einfachsten sein, ein Reboot von Spider-Man mit einem neuen Schauspieler zu machen, damit dieser dann auch auf Tom Hardys Venom treffen kann. Klarheit darüber werden die nächsten Monate bringen.

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hollywood reporter
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