"Game of Thrones" Season 8: Recap Episode 2 - "A Knight of the Seven Kingdoms"

Wir stehen kurz vor der grossen Schlacht um Winterfell. Die Figuren sind positioniert, Konflikte vorprogrammiert. Wir fassen nochmals kurz zusammen, was passiert ist. Spoilers ahead!

Der Nicht-Buch-Kenner

Nach der Positionierungsepisode "Winterfell" herrscht in Episode 2 der letzten "Game of Thrones"-Staffel Weltuntergangsstimmung. Die Schlacht um Winterfell steht bevor und darauf werden wir als Zuschauer vorbereitet; darauf, dass wohl einige unserer Lieblinge aus den letzten acht Jahren das Zeitliche segnen werden. Die Festung im Norden beherbergt nun praktisch alle noch wichtigen Figuren, die nicht in King's Landing hocken.

Jaime Lannister zeigt sich willig, für die Lebenden zu kämpfen und schliesst sich der Stark-Targaryen-Allianz an. Und das trotz seiner düsteren Vergangenheit mit beiden Familien, hat er doch Bran in der allerersten Episode aus dem Turmfenster geschubst und Daenerys' Vater Aerys Targaryen, genannt The Mad King, sein Schwert in den Rücken gebohrt. Brienne of Tarth bürgt jedoch für ihn, denn dank ihm sei Lady Sansa überhaupt noch am Leben. Allgemein hat die taffe Brienne ein richtiges Hoch in dieser Episode. Später wird sie von ebendiesem Jaime zum Ritter geschlagen, was ihr zum allerersten Mal in der ganzen Serie ein Lächeln entlockt. Zuschauer bei dieser "Zeremonie" sind eine lustige Truppe um Ser Davos, Tyrion Lannister, Podrick Payne und schliesslich Tormund Giantsbane. Letzterer versucht Brienne einmal mehr rumzukriegen, diesmal mit einer herrlich-bescheuerten Geschichte über die Herkunft seines Namens. Und Podrick stimmt ein neues Lied an, "Jenny of Oldstones". Bisher kannte Westeros wohl bloss zwei Lieder, "The Rains of Castamere" und "The Bear and the Maiden Fair". Das Stück, das für den Abspann von Florence and the Machine eingespielt wurde, klingt wohl nicht umsonst wie ein Abschiedslied.

Nun neu in Winterfell angekommen ist Theon Greyjoy, der ebenfalls viel in diesen Gemäuern erlebt hat. Er schwört Lady Sansa seine Loyalität, worauf sich die beiden umarmen. Ein schöner Moment. Apropos schöner Moment und Stark-Damen: Arya schläft mit Gendry! Die beiden mochten sich ja schon in der dritten Staffel sehr, als sie sich das letzte Mal gesehen haben. Nun hat's endlich gefunkt. Wohl etwas vom Normaleren, das Arya in der Serie bisher gemacht hat. In einer kleineren Szene übergibt Samwell sein Valyrian-Steel-Schwert an Jorah. Wer's vergessen hat: Jeor Mormont, Jorahs Paps, war Commander of the Knights Watch, als Samwell dazustiess.

Und dann wären da noch Jon und Daenerys. In der letzten Folge lernte Jon seine wahre Herkunft kennen. Nun teilt er dieses Geheimnis mit seiner Geliebten - zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Dass Jon Titel und Thron Wurscht sind, wissen wir seit geraumer Zeit. Dany ist da anders. Zwar gesteht sie gegenüber Sansa, dass sie nach Winterfell kam, weil sie Jon liebt. Doch ist das noch so nach dieser Offenbarung? Wir zweifeln.

Zu guter Letzt sehen wir den erwarteten Cliffhanger: Die White Walker blicken auf Winterfell. Doch keine Spur vom Night King. Wo steckt er? Der wird sich kaum mit dem Pöbel auf den Pferden abgeben. Der fliegt auf seinem Drachen, Zombie-Viserion. Doch wohin? Ist sein Ziel wirklich Winterfell? Wir wissen's nicht. In der nächsten Episode werden wir's erfahren. Die wichtigste Frage bis dahin bleibt: Werden wir Zombie-Hodor zu Gesicht kriegen?

Die Buch-Kennerin

Eine anstrengende Folge - so viele Emotionen! Rein Action-mässig ist in "A Knight of the Seven Kingdoms" noch viel weniger passiert als letzte Woche. Weil aber in dieser Episode vor der grossen Schlacht viele lang erwartete Momente zu sehen waren und Gespräche stattgefunden haben, die schon lange ihre Schatten vorausgeworfen hatten, kam das Schauen der Folge einem wahren Wechselbad der Gefühle gleich.

Mehr Aufreger als Aufsteller war alles, was um Dany herum passierte. Mal abgesehen davon, dass es niemanden interessiert, was wer mit ihrem Vater gemacht hat (der war sowieso übelst wahnsinnig! Sei froh, dass du den nie getroffen hast!), sollte sie sich vorerst auch nicht um den Iron Throne kümmern. Erst Zombies, dann Thronverhandlungen. Und Jon, der ihr auch noch seine wahre Herkunft verrät... Au Backe! Wenn das nicht zu einem Lover-Tanten-Thronfolgerkrieg ausartet...

Da loben wir uns doch die weniger dramatischen Sequenzen, die dem Fan ohnehin weit mehr ans Herz gehen. Habt ihr ihn gesehen? Der lange verschollene Ghost war endlich wiedermal im Bild! Nur kurz, aber immerhin! War ja auch klar, wenn die Drachen offscreen bleiben, muss das CGI-Budget ja irgendwo anders hin.

Sehr schön war das von Podrick Payne gesungene Lied "Jenny of Oldstones", das der tapfere Knappe in wahrer Pippin-Manier zum Besten gab. Highlight der Folge war aber zweifelsohne jene Szene, in der Lady Brienne of Tarth zum ersten weiblichen Ritter geschlagen wurde. Eine der schönsten Szenen der gesamten Serie - wetten, dass ich nicht die einzige bin, die in dieser Szene eine Menge Freudentränen vergossen hat? You go, girl!

Eine ganze Menge Fan-Service gab es schliesslich noch, als Arya und Gendry ihre alte Freundschaft auf ganz neue Art wieder aufflammen liessen. Ich selber war ja schon immer grosser Fan von Arya und Gendry - mein BrOTP in Buchreihe und Serie! Irgendwie schräg ist das allerdings schon zu sehen, haben die Figuren in der Serie doch einen deutlich grösseren Altersunterschied als in den Büchern. Wenn doch Game of Thrones nur etwas mehr darauf geachtet hätte, solche unwichtigen Details wie das Vergehen der Zeit nachvollziehbar zu machen... Aber schön, findet überhaupt jemand ein bisschen Glück in dieser finsteren Welt, ohne dass die Beteiligten miteinander verwandt sind oder sonstigen Dreck am Stecken haben. Doch freuen wir uns nicht zu früh, GoT ist ja alles andere als für seine Happy Ends bekannt!

Nächste Woche: Winterfell vs. Zombies!

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