"Game of Thrones" Season 8: Recap Episode 1 - "Winterfell"

Nach fast zwei Jahren Wartezeit hat die HBO-Serie nun endlich ihre Fortsetzung gefunden. Was taugt die erste Episode dieser finalen Staffel und wieso wurde das Intro geändert? Wir sagen es euch.

Der Nicht-Buch-Kenner

"Nüt meh isch wie früener", werden vielleicht ein paar wenige gleich zu Beginn der Serie gerufen haben. Für diese letzte Staffel haben sich die Macher für ein neues Intro entschieden. Zwar ist darin immer noch die Welt von Game of Thrones zu sehen und auch die Schauspieler, welche in der Episode auftreten, sind schön sauber aufgelistet. Doch das Ganze hat einen neuen Look bekommen und zeigt uns nicht nur alles aus der Vogelperspektive, sondern geht auch immer wieder in die verschiedenen Gemäuer hinein. Laut den Machern wollte man unter anderem zeigen, dass es am Ende vor allem da drum geht, wer am Ende auf dem "Iron Throne" sitzen wird. So macht es Sinn, dass dieses Intro dann mit dem Thron endet.

In dieser mit 51 Minuten mit Abstand kürzesten Episode dieser letzten Staffel geht es vor allem um die Platzierung der Figuren, das Etablieren von neuen Konflikten sowie um jede Menge Reunions. In Winterfell kommen die meisten der Hauptfiguren nach langer Zeit wieder zusammen. Während sich einige umarmen, gibt es auch ein paar schräge Wiederbegegnungen - allen voran jene in der letzten Szene. Zu dieser mehrheitlich zwischenmenschlichen Folge gehören auch zwei Offenbarungen, über welche die Zuschauer bereits Bescheid wussten, die betroffenen Figuren jedoch noch nicht. Die Reaktionen kriegen wir dabei zu Gesicht, jedoch noch nicht die Aktionen. Was für welche das mit sich bringen wird, das werden die kommenen Episoden enthüllen. In einer Szene wird gesagt, dass die Drachen nicht so hungrig sind. Das wird sich jedoch bald ändern. Denn mit dieser ersten Episode würde der Tisch gedeckt für ein episches Serienfinale - an allen Fronten.

Wer übrigens nach dem hammermässigen letzten Minuten der siebten Staffel auf White-Walker-Action gehofft hat, wird enttäuscht werden. Zu sehen kriegen wir den Night King und seine Gefolgschaft nicht, aber dafür in einer Szene ihre Grausamkeit. Das muss reichen.

Die Buch-Kennerin

Wirklich viel passiert ja nicht in dieser ersten Folge. Ein bisschen hat man das Gefühl, dass die Serienmacher mit so einer "Wir rücken unsere Spielfiguren für den entscheidenden Angriff zurecht"-Folge auch nur deshalb davonkommen, weil wir schon so lange kein neues GoT-Material mehr zu sehen bekamen. Da haben nicht einmal Buchveteranen gross was zu meckern ("I de Büecher isches dänn imfall ganz anderscht wägem Victarion und Baby Aegon und Lady Stonehart und so!"). Hauptsache mehr!

Freilich gab es auch mit wenig Action und langsam fortschreitendem Plot einige erinnerungswürdige Momente. Da wären natürlich die vielen emotionalen Wiedersehen in Winterfell, die die hier Schreibende überhaupt rein gar niiiie zu Tränen gerührt haben (I'm not crying, you're crying!). Oder der romantische Ausflug per Drache - Westeros wär eben schon eine Reise wert ... Die schönen Bilder haben einem eben schon gefehlt: schneebedeckte Kulissen, wie immer toll animierte Drachen und (fast) die ganze Palette an illustren Figuren ... jawohl, das alte GoT-Feeling ist wieder da!

Bevor die nächste, hoffentlich etwas ereignisreichere Folge gezeigt wird, können wir uns ja noch mit folgenden und überhaupt nicht spitzfindigen Fragen die Zeit vertreiben: Wo ist Ghost? Wieso behaupten alle, Sansa sei so klug, wenn sie doch gar nichts macht ausser Leuten misstrauen? Spielt sich Season 8 wirklich How I Met Your Mother-mässig während kürzestester Zeit ab und pfeift dabei (wie schon bei Season 7) auf Logik in Sachen Distanzen und Reisezeit? Waren einige Szenen wirklich so dunkel oder liegt das an meinem Fernseher? Schaff ich es nächste Woche vielleicht doch, die Folge live mitzuschauen? Mehr erfahren wir nächste Woche in der fünftletzten Folge von The Walking De... äh, ich meine Game of Thrones.

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