"Rate Your Date": Das Interview mit dem Schweizer Schauspieler Marc Benjamin

In der deutschen Komödie spielt der Basler einen Dating-App-Entwickler. Wir trafen ihn und sprachen mit ihm über Online-Dating, miese Anmachsprüche und darüber, warum sich ein Kinobesuch lohnt.

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Teresa und Patricia haben keine Lust mehr auf miese Dates. Sie wollen schon vorher wissen, auf wen sie sich beim Daten einlassen. Mit den Informatiker Anton entwickeln die beiden eine App, die ihre Dates in Kategorien einteilt. Doch die Liebe lässt sich nicht so einfach in eine Schublade stecken.

Anton wird gespielt vom sympathischen Basler Marc Benjamin, der in den letzten Jahren unter anderem in deutschen Kinohits wie Vielmachglas oder Unsere Zeit ist jetzt zu sehen war. Wir hatten das Vergnügen, mit Marc über seinen nächsten potentiellen Hit, Rate Your Date, zu reden.

Wie sieht du die Dating-App, welche im Film entwickelt wird? Findest du das gut oder sagst du eher: "Hau mir bloss ab damit"?
Ich bin zwiegespalten beim Thema Dating-App. Diese Dinge werden ja aus guten Absichten entwickelt. Aber auf einer solchen Plattform verkauft man sich dann ja so, wie man will und nicht so wie man ist. Das macht irgendwie nicht so viel Sinn, denn danach trifft man sich ja. Mit der App, die wir im Film entwickeln, weiss der User schon, auf was für einen Typ Menschen er oder sie sich bei einem Date einlässt. Aber dieses Schubladisieren ist dann auch wieder nicht gut. Unser Film zeigt dies aber sehr differenziert, was mir sehr gut gefällt.

Und wie findest du Dating-Apps allgemein?
Ich finde es gut, dass man sich so vernetzen kann. Vor allem für die Menschen auf dem Land, die nicht so schnell so viele verschiedene Leute kennenlernen können. Den Menschen in den Grossstädten, wo es eh schon viele Leute hat, täte es jedoch sicher mal gut, nicht ständig auf das Handy zu starren.

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Was sind so die schlechtesten Anmachsprüche, die du je gehört hast?
Ich kenne vor allem die Klassiker: "Ich habe meine Telefonnummer vergessen. Darf ich deine haben" oder "Ist dein Vater ein Terrorist, denn du bist eine Bombe" oder "Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick oder soll ich später nochmals vorbeikommen?" (lacht)

Was war so abseits der Kamera das Lustigste, das du erlebt hast?
Leider haben wir abseits des Drehs nicht so viel gelacht. Wir hatten schlichtweg keine Zeit. Ich musste jeweils dreimal Fragen, ob ich überhaupt aufs WC gehen durfte. Und wenn ich dann mal ging, hiess es dann innert kürzester Zeit "Wo ist denn der Marc schon wieder?!" Wir hatten aber eine gute Zeit am Set. Doch weil wir aufgrund des straffen Drehplans fokussiert sein und hart arbeiten mussten, hat das jetzt den Effekt, dass man im Kino viel lachen kann. Das war sozusagen unser unfreiwilliges Erfolgsrezept. (lacht)

Viele Romcoms landen heutzutage des Öfteren direkt auf Streaming-Diensten wie Netflix. Wieso soll man sich Rate Your Date im Kino anschauen?
Ich glaube, dass Rate Your Date ein Kino-Film ist, da man ihn wegen der Witze und der daraus entstehenden Lacher mit anderen Menschen sehen möchte. Lachen ist ansteckend. Alleine im Wohnzimmer ist das Erlebnis definitiv nicht mehr dasselbe.

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Rate Your Date läuft ab sofort in den Schweizer Kinos.

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OutNow.CH