"Black Mirror: Bandersnatch" - Buchveleger verklagt Netflix

Seit Ende Dezember kann man sich auf Netflix den interaktiven Film "Black Mirror: Bandersnatch" ansehen. Doch deswegen hat Netflix vom Verleger einer Buchserie nun eine Klage am Hals.

© Netflix

Der Verleger der Buchserie "Choose Your own Adventure", die Bestandteil des Unternehmes Chooseco ist, verklagt Netflix, weil der Streamingriese gegen Lizenzrechte verstossen haben soll. Im Film Black Mirror: Bandersnatch wird in den ersten Minuten Bezug auf die "Choose Your Own Adventure"-Bücher genommen, als Protagonist Stefan seinem Vater zu erklären versucht, an was für einem Projekt er gerade arbeitet.

Doch Netflix habe keine Lizenz erhalten, sich auf die Buchreihe zu beziehen. Zusätzlich basiere die Motivationen des Hauptcharakters zum grossen Teil auf einem Buch der Reihe. Auch die Struktur des Films wird angeprangert, da der Zuschauer aktiv durch seine eigenen Entscheidungen den Handlungsverlauf verändern kann. Am meisten ist Chooseco jedoch das bedrohliche Setting ein Dorn im Auge. Der Verlag veröffentliche heitere Geschichten, die sich oftmals an Kinder richten. Die Kläger sehen daher den düsteren "Bandersnatch" nicht als Marketingmöglichkeit an, sondern als Bedrohung.

Chooseco und Netflix haben jahrelang Verhandlungen geführt, die jedoch zu nichts geführt haben sollen. Nun verklagt Chooseco den Streaminganbieter auf 25 Millionen US-Dollar oder auf die sämtlichen Einnahmen, die das Unternehmen mit Black Mirror: Bandersnatch macht. Es kommt darauf an, welche Summe höher ist.

Hier nochmals der Trailer zu Black Mirror: Bandersnatch

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hollywoodreporter.com
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