"Alita: Battle Angel" wird atemberaubend

Während einem sogenannten "globalen Special Screening" konnten wir satte 30 Minuten aus dem Sci-Fi-Actioner von Produzent James Cameron sehen. Rein vom Visuellen her sind wir begeistert.

© 20th Century Fox

Es war der 21. August 2009. OutNow.CH nahm im Kino Arena in Zürich platz, um sich ein paar Minuten aus einem kommenden James-Cameron-Blockbuster anzusehen. Was wir sahen, war wirklich beeindruckend: Wir tauchten in eine fremde 3D-Welt ein, die vom Visuellen her einfach nur atemberaubend war und in der überall gefährliche Gegner lauerten. Ein paar Monate später kam der ganze Film in die Kinos und vernichtete einfach mal schnell alle Box-Office-Rekorde. Die Rede ist hier natürlich von Avatar, bei dem man sich im Vorfeld nicht so im Klaren drüber war, was da genau auf einen zukommen wird. Cameron räumte mit dem Zeigen von ein paar Minuten viele Bedenken betreffend der 3D-Technik und der technischen Umsetzung von Pandora weg. Ein cleverer Schachzug, den er nun bei einem Projekt, welches auch mit vielen Fragezeichen daherkommt, wiederholt hat. Es geht um Alita: Battle Angel.

Basieren tut der Film auf dem Manga "Ganmu", das seine Erstpublikation im Jahre 1991 hatte. Cameron gilt als grosser Fan und kündete seit 1998 immer wieder an, dass er die Geschichte des Cyborgs Alita auf die Leinwand bringen möchte. Cameron wollte Alita ursprünglich nach dem Ende der Jessica-Alba-TV-Serie Dark Angel angehen (die Serie selbst war deutlich von "Ganmu" inspiriert), doch dann drehte der Kanadier zuerst die Doku Aliens of the Deep und machte sich danach an "Project 880", aus dem dann Avatar wurde. Da Cameron laut eigenen Worten den Rest seines Lebens mit dem Drehen von Avatar-Fortsetzungen verbringen wird, wurde im Oktober 2015 Robert Rodriguez an Bord geholt. Rodriguez erhielt von Cameron ein 186-seitiges Skript sowie 600 Seiten voller Notizen, woraus der Sin City-Regisseur dann sein Drehbuch verfasste. Im Mai 2016 setzte Fox das Startdatum des Filmes auf den 20. Juli 2018, doch wurde der Start gleich zwei Mal verschoben. Am 14. Februar 2019 wird Alita nun auf die Welt losgelassen.

Ganz nach dem Avatar-Playbook wurden am 11. Dezember 2018 ausgewählte Journalisten (darunter auch wir - yay!) zu einem "globalen Special Screening" im Kino Kosmos in Zürich eingeladen, wo wir 30 Minuten aus Alita: Battle Angel zu sehen bekamen. Es wurden dafür verschiedene Szenen aus dem Film herausgepickt. Begonnen wurde mit einer Sequenz, in welcher Alita erwacht und keine Ahnung hat, wo sie sich befindet und wer sie überhaupt ist. Es folgten Szenen, wie sie Freunde findet und natürlich auch Actionsequenzen, welche sicherlich das Highlight des Filmes darstellen werden. Auch wenn er selbst nicht Regie geführt hat, ist Camerons Einfluss überdeutlich spürbar. Auch wenn es für die Figuren drunter und drüber geht, ist die Action immer klar ersichtlich, was den Puls viel mehr auf Trab hält als nerviges Kameragewackel. Das war am eindrücklichsten in einer Szene zu sehen, in welcher Alita bei dem futuristischen Spiel "Motorball" um ihr Überleben kämpfen muss, da die Mitspieler mit Messer, Kreissägen und anderen scharfen Gegenständen ihr den Garaus machen möchten - stellt euch Rollerball x 100 vor. Trotz Vollspeed wissen wir immer, wo unten und oben ist, sowie welchem Gegner Alita jetzt dann gleich als nächstes ausweichen muss. Einfach nur "Wow"!

Die am Computer entstandene Alita selbst sieht ihm Film noch eine Spur lebensechter als im Trailer und den Filmbildern aus. Clevererweise zeigten Cameron und Rodriguez auch ein paar emotionale Momente, in denen auch mal Tränen flossen. Alita und die ganze Welt des Filmes sehen einwandfrei aus. Ein solch grosser Computertechnik-Sprung, wie das Avatar vor neun Jahren war, ist Alita in diesem Bereich zwar nicht. Die visuellen Effekte sind aber nichtsdestotrotz atemberaubend und als Zuschauer fühlen wir mit diesem Cyborg deutlich mehr mit als noch mit Scarlett Johansson in der Manga-Verfilmung Ghost in the Shell - wobei das Aussehen hier auch noch eine Rolle spielt. Alita wirkt mit ihrem zierlichen Körper und den grossen Augen deutlich verletzlicher als Johanssons tougher Major.

Ob die durch die gezeigten Szenen gestiegenen Erwartungen erfüllt werden, können wir ab dem 14. Februar 2019 herausfinden, wenn Alita: Battle Angel in die Kinos kommt. Den Film sollte man dann am besten auf dem grössten Screen und mit Dolby Atmos anschauen. Denn audiovisuell wird der Streifen eine Wucht.

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