Countdown to Halloween 2018 - Tag 16: Southbound

Ab in den Süden! Der Sonne hinterher? Nein, dem Horror entgegen! Die Horroranthologie "Southbound" präsentiert fünf Kurzgeschichten voller Blut und Spannung. Ob alle fünf Geschichten etwas taugen?

Genre: Horror-Anthologie-Roadmovie
Laufzeit: 89 Min.
Jahr: 2015 (USA)
Regie: Roxanne Benjamin, David Bruckner, Patrick Horvath, Radio Silence
Cast: Chad Villella, Matt Bettinelli-Olpin, Kristina Pesic

Weshalb Southbound ?

Eigentlich sollten hier nur Filme behandelt werden, die noch keine OutNow-Kritik haben. Aber Regeln sind ja da, um gebrochen zu werden. Das Poster ist ziemlich genial mit den sich kreuzenden Strassen, die ein Pentagramm formen. Es ist mir beim Durchstöbern von Blu-ray-Verkaufsregalen und VoD-Plattformen immer wieder begegnet und sagte mir "Kauf mich!" und "Schau mich an!". Heute gab ich nach.

Worum geht's?

Southbound ist ein Sammelsurium von fünf Horrorgeschichten, welche sich alle auf dem ungefähr gleichen Strassenabschnitt in Richtung Süden abspielen. Geflügelte Dämonen haben hier ebenso Platz wie Satanskult und Home-Invasion. Die Geschichten haben nicht vieles gemeinsam, ausser dass sie alle im Bereich des Bizarren liegen und weniger mit einer ausgeklügelten Story als mit verrückten Ideen und Effekten glänzen. Besonders erwähnenswert ist "The Accident". Diese Geschichte in der Mitte des Filmes zeigt wie eine junge Frau angefahren wird und wie der Schuldige versucht ihr Leben mit Hilfe des Notrufpersonals am Telefon zu retten.

Wie war's?

Bei einer Anthologie ist es ein wenig wie bei einer Lotterie: Mal ist ein Gewinn drin, oft aber eine Niete. Zum Glück gab es in diesen unterhaltsamen 89 Minuten mehr Gewinne als Nieten, wobei das ganz grosse Los nicht gezogen wurde. Die Grundstimmung, der Score und die Optik passen. Die Stories selbst sind jedoch durchzogen. Es geschieht in den meisten inhaltlich nicht viel, man hat zu wenig Zeit die Figuren kennenzulernen und die Stories laufen gegen Ende teilweise ins Leere. "The Accident" ist die mitreissendste, aber auch die krasseste Geschichte der Anthologie. Ich musste meinen Blick sogar kurz abwenden, da das Gezeigte meine Ekel-Toleranzgrenze überschritt. Die knackenden Knochen und die Hobbyoperation bringen Bilder mit sich, die schwer verdaulich sind. Schon nur wegen diesen starken Minuten ist Southbound sicherlich keine verschwendete Zeit für Horrorfans.

Die nackten Zahlen

Filmbewertung: 4/6
Gruselfaktor:4/6
Gorefaktor: 5/6
Anzahl Jumpscares: 2

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