Oscar-Show: Ab 2020 kürzer und mit neuer Preiskategorie

Seit zwanzig Jahren sinken die Zuschauerzahlen bei der Oscar-Verleihung kontinuierlich. Eine Straffung des Programms und eine neue Filmsparte sollen die Einschaltquoten wieder in die Höhe treiben.

Es stehen einige Veränderungen bei der Oscar-Show an: Die Filmakademie will ab 2020 eine neue Sparte ("popular film") einführen. Diese soll Publikums-Hits auszeichnen und so einen Anreiz bieten, die Verleihung wieder vermehrt zu schauen. Ausserdem soll die Preisgala früher stattfinden - nicht erst Ende Februar, sondern bereits am 9. Februar. Viel kürzer soll auch die Gesamtlänge der Oscar-Verleihung werden. Die Show werde auf drei Stunden begrenzt und einige Preise in den Werbepausen ausgeteilt. Dass der interessierte Zuschauer weltweit aber auch da nichts verpasst, gibt es eine Einspielung der Höhepunkte dieser Ehrungen in gekürzter Form. Der Vorstand informierte am Dienstag die Mitglieder der Filmakademie über die beschlossenen Änderungen.

Die Einschaltquoten sind in den letzten Jahren ständig gesunken. Zuletzt schauten sich die Show nur noch 26,5 Millionen Zuschauer am Bildschirm an, 2017 waren es noch knapp 33 Millionen. Der absolute Rekord wurde 1998 erreicht, als der Blockbuster Titanic vor 55,2 Millionen begeisterten Fernsehzuschauer jegliche Preise absahnte. Die Nominierungen für die nächsten Academy Awards werden am 22. Januar 2019 bekannt gegeben und die dazu gehörenden goldenen Männchen an der 91. Gala am 24. Februar verteilt.

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Frankfurter Allgemeine