Wegen alten Tweets: Disney schmeisst James Gunn ("Guardians of the Galaxy") raus

Vom Marvel Cinematic Universe gab es am vergangenen Wochenende an der Comic-Con nicht viel zu sehen. Trotzdem dominierte Marvel die Schlagzeilen aufgrund der fristlosen Entlassung von James Gunn.

Bevor James Gunn der gefeierte Regisseur der beiden Guardians of the Galaxy-Filme war, verdiente der Mann sein Geld mit Billigproduktionen, wo der feine Geschmack jeweils nicht so wichtig war. Slither und Super sind perfekte Beispiele dafür. Gunn wollte provozieren und tat dies nicht nur vor der Kamera, sondern auch auf Twitter - etwas, das ihm nun zum Verhängnis wurde.

In den letzten Monaten hat sich Gunn immer wieder Twitter-Duelle mit Fans von Donald Trump geliefert. Seine konservativen Gegner haben daraufhin alte Tweets des Regisseur ausgegraben, welche zwischen 2009 und 2012 von Gunn verfasst wurden. In diesem Tweets erlaubte sich Gunn schlechte Scherze über Vergewaltigungen und Pädophilie. Zu viel für Disney, welche den Regisseur mit sofortiger Wirkung von allen Aufgaben enthob. Darunter auch den Regie- und Autorenjob bei Guardians of the Galaxy Vol. 3.

Gunn meldete sich daraufhin selbst zu Wort und erklärte auf Twitter, dass er mit seinen damaligen Tweets provozieren wollte. In den vergangenen Jahren sei er jedoch als Mensch gefreift und würde sich nicht mehr auf ein solches Niveau herablassen. Gunn schreibt weiter, dass dies alles wirklich nur Witze waren und er nichts von den schrecklichen Dingen ausgelebt hat. Gunn akzeptiert weiter die Entlassung.


Drax-Darsteller Dave Bautista hat sich einen Tag nach der Bekanntgabe durch Disney zu Wort gemeldet. Er findet es absolut nicht ok, was mit Gunn passiert sei. Gunn sei ein netter Mensch, der sich sehr um das Wohlergeben von Menschen und Tieren sorgt.

Auf change.org wurde inzwischen von Fans eine Petition gestartet, welche Gunn zu Disney/Marvel zurückbringen soll. 200'000 Leute sollen dafür zusammenkommen. Momentan hat die Petition über 166'000 Unterstützer. Doch es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass Disney auf die vielen Fans hören wird.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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