Sperriger Experimentalfilm gewinnt Berlinale 2018

Was das Verleihen von Preisen betrifft, funktionieren Filmfestivals etwas anders. So auch in Berlin, wo neue Filme von Wes Anderson und Christian Petzold von einem Experimentalfilm besiegt wurden.

Der Gewinnerfilm Touch Me Not ist ein persönliches Forschungsprojekt zum Thema Intimität, in dem Schauspieler und Nicht-Schauspieler auftreten und so die Grenze zwischen Realität und Fiktion vermischt wird. Mit SM-Szenen, Sex mit Behinderten oder Transsexuellen stiess der Film jedoch viele vor den Kopf - die erste Pressevisionierung hatte gegen Ende hin deutlich weniger Journalisten als noch am Anfang. So wurde die Entscheidung der Jury um Tom Tykwer, Touch Me Not mit dem goldenen Bären auszuzeichnen, vielerorts mit Kopfschütteln quittiert.

Doch es wurden auch noch Preise an etwas zugänglichere Filme verteilt: So gewann unter anderem Wes Anderson für seinen Isle of Dogs den Regiepreis. Kinostart für den Stop-Motion-Film ist am 10. Mai 2018. Ein OutNow-Interview mit Anderson, Jason Schwartzman und Roman Coppola wird in der Woche des Kinostarts online gehen.

Unsere gesamte Berichterstattung zur 68. Berlinale könnt ihr euch hier ansehen.

Die Gewinner der Berlinale 2018

Goldener Bär für den Besten Film: Touch Me Not
Silberner Bär, grosser Preis der Jury: Mug
Silberner Bär, Alfred-Bauer-Preis: The Heiresses
Silberner Bär für die beste Regie: Wes Anderson für Isle Of Dogs
Silberner Bär für die beste Darstellerin: Ana Brun für The Heiresses
Silberner Bär für den besten Darsteller: Anthony Bajon für The Prayer
Silberner Bär für das beste Drehbuch: Manuel Alcalá und Alonso Ruizpalacios für Museo
Silberner Bär für eine herausragende künstlerische Leistung: Elena Okopnaya für das Kostüm- und Production-Design bei Dovlatov

Teilen
Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen
Datum
Autor
Quelle
Berlinale