Venedig 2017: Die Gewinner

Die Gewinner des 74. Filmfestivals von Venedig sind bekannt. Ein Hollywood-Märchen um einen gefangenen Wassermann und seine stumme Retterin gewann den Goldenen Löwen. Verdient, unserer Meinung nach.

Ein herausragend guter Jahrgang fand gestern bei der 74. Mostra del Cinema in Venedig seinen krönenden Abschluss. Die Preisverleihung in der Sala Grande des Palazzo del Cinema war tränenreich und von Dankbarkeit geprägt. Die von der US-Schauspielerin präsidierte Jury kürte den Film des Mexikaners Guillermo del Toro zum Träger des Hauptpreises.

Goldener Löwe für den Besten Film:

The Shape of Water von Guillermo del Toro

Grosser Preis der Jury:

Foxtrot von Samuel Maoz

Spezialpreis der Jury:

Sweet Country von Warwick Thornton

Silberner Löwe für Beste Regie:

Xavier Legrand für Jusqu'à la Garde

Beste Darstellerin:

Charlotte Rampling in Hannah von Andrea Pallaoro

Bester Darsteller:

Kamel El Basha in L'Insult von Ziad Doueiri

Bestes junges Talent:

Charlie Plummer in Lean on Pete

Bestes Drehbuch:

Martin McDonagh für Three Billboards Outside Ebbing, Missouri


Mit The Shape of Water (voraussichtlich ab 15. Februar 2018 in den Deutschschweizer Kinos) folgt somit ein ein viel zugänglicher Film auf den sperrigen pilippinischen Beitrag von Lav Diaz im letzten Jahr. Leer ausgegangen sind die ebenfalls herausragenden Downsizing und Angels Wear White. Die Hollywood-Satire von Alexander Payne um den geschrumpften Matt Damon und das chinesische Drama von Vivian Qu um zwei Mädchen, denen übel mitgespielt wird, fielen OutNow.CH auch positiv auf.

Der Film, der am meisten polarisierte bei der Ausgabe 2017, mother! von Darren Aronofsky, wurde ebenfalls übergangen. Da reichten die Meinungen der Kritiker von "Shit!" bis "Hit!" . Der Tortur-Performance von Jennifer Lawrence kann man schon aber schon in vier Tagen in Schweizer Kinos beiwohnen (Start 14. September) und sich selbst ein Bild machen.

Roland Meier [rm]

Roland sammelt 3D-Blu-rays, weil da die Publikationen überschaubar stagnieren, und kämpft im Gegenzug des Öfteren mit der Grenze der Speicherkapazität für Aufnahmen bei Swisscom TV. 1200 Stunden Film und Fernsehen ständig griffbereit sind ihm einfach nicht genug.

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La Biennale di Venezia
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