Freddie-Mercury-Biopic hat seinen Hauptdarsteller plus warum Sacha Baron Cohen hinschmiss

Nachdem Sacha Baron Cohen wegen kreativer Differenzen absprang, hat das Projekt nun endlich seinen Freddie Mercury gefunden. Es ist dies Rami Malek, Star der TV-Serie "Mr. Robot".

Rami Malek © Pathé Films AG

Schon seit einer Weile versuchen Studios ein Biopic über Queen-Frontmann Freddie Mercury auf die Beine zu stellen. Dabei hat sich vor allem die Zusammenarbeit mit den noch lebenden Bandmitgliedern als schwierig erwiesen. So sollte ursprünglich der singerprobte Sacha Baron Cohen (Borat) den im Jahre 1991 verstorbenen Mercury spielen, doch schmiss er nach Meinungsverschiedenheiten mit der Band hin.

Cohen in einem Interview: "Jemand aus der Band wollte, dass Mercurys Tod in der Mitte des Filmes vorkommen soll. Ich dachte da nur 'Aha, also wie Pulp Fiction, wo das Ende in der Mitte ist, und der Mittelteil der Geschichte das Ende des Filmes ist'. Aber sie verneinten. Sie wollten im dritten Akt des Filmes zeigen, wie die Band trotz des Todes von Mercury weitermachte. Ich sagte zu ihnen: 'Niemand möchte einen Film sehen, in dem die Hauptfigur an AIDS stirbt und danach noch zeigt, wie es mit der Band weitergeht.' Auch waren die Bandmitglieder nicht so happy darüber, dass Cohen Mercurys wildeste Seiten zeigen wollte. Im Interview ist von verrückten Mercury-Partys die Rede, an denen Kleinwüchsige mit Tellern voller Kokain auf ihren Köpfen herumgelaufen sein sollen.

Nachdem Cohen das Projekt verliess, ging die Suche nach einem geeigneten Hauptdarsteller wieder von vorne los und die Band fand nun einen in Rami Malek. Der US-Amerikaner kennt man vor allem dank seiner Hauptrolle in der Hacker-Serie Mr. Robot. Im Kino sah man ihn unter anderem in den Night at the Museum-Filmen als Ahkmenrah. Die Regie bei dem Freddie-Mercury-Film soll Bryan Singer (X-Men: Apocalypse, The Usual Suspects) übernehmen. Ein Kinostart ist noch nicht bekannt.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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