Kreisch!!! Die 11 besten Geisterfilme

Unheimliche Spukhäuser, übernatürliche Phänomene, Angst vor Unbekanntem und Soundeffekte, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Wir stellen 11 Filme vor, die dies alles gekonnt einsetzen.

Das aktuelle Reboot der Ghostbusters-Franchise zeigt, dass Geisterfilme durchaus auch einfach nur unterhaltsam, ja sogar richtig lustig sein können. Aber es gibt auch den klassischen Grusel, dessen Zutaten seit Jahrzehnten im Grunde immer dieselben geblieben sind. Unheimliche Gebäude oder verwunschene Gegenstände werden dabei immer wieder als Projektionsfläche für irgendeine Form von Spuk verwendet. Oder es gibt den klassischen Fluch, bei dem die Protagonisten unabhängig vom Aufenthaltsort von übernatürlichen Wesen heimgesucht werden. Doch oft sind es einfach nur die Hintergründe der Geschichte, welche den Spuk erst real und spürbar werden lassen. Dabei ist es den Geistern aber eigentlich ziemlich egal, in welchem Genre sie ihr Unwesen treiben müssen. Uns auch, weshalb wir die 11 besten Vertreter zusammengetrieben haben.

11. Entity

Basierend auf einem Buch, verfilmte Sidney J. Furie im Jahr 1981 diese eher ungewöhnliche Geistergeschichte. Atmosphärisch dicht gefilmt und mit passend monotonen Soundeffekten unterlegt, erzählt der Film die Geschichte von Carla Moran (Barbara Hershey), welche immer wieder von einem unsichtbaren Wesen körperlich misshandelt und missbraucht wird. Das Thema dürfte heutzutage noch kontroverser sein als damals, doch gerade dadurch bietet der Film einen Spuk der tiefer geht, also nur die oberflächliche Freude am Gruseln der Zuschauer.

10. Ghost

Sam Wheat (Patrick Swayze) wird ermordet und erfährt danach als Geist, dass ein Komplott gegen ihn im Gange war. Daher lässt ihn nicht nur der Gedanke an Rache weiterhin auf der Erde wandeln, sondern auch seine Ehefrau Molly Jensen (Demi Moore), welche nach seinem Tod in grosser Gefahr schwebt. Ghost bietet unendlich viel Herzschmerz- und Esoterik-Kitsch, kann aber durch seine Mischung aus Thriller, Romantik und Humor - auch dank einer wundervollen Whoopie Goldberg als Medium Oda Mae Brown - wohl nicht nur zartbesaitete Zuschauer überzeugen.

9. The Woman in Black

In diesem ebenfalls auf einem Buch basierenden klassisch-britischen Gruselfilm muss Daniel Radcliffe als Anwalt in einem verlassenen Herrenhaus den Nachlass einer Verstorbenen regeln. Ein typischer Spukhaus-Vertreter, wonach nicht der Protagonist, sondern das alte Gemäuer mit seiner Umgebung und den Geschichten dazu im Vordergrund steht. Regisseur James Watkins versteht es dabei sehr gut, bedrückende, gruselige und atmosphärische Bilder einzufangen, welche einer solch klassischen Geschichte das nötige Leben einhauchen.

8. Ringu

Ein unheimliches Video auf einer VHS-Kassette, und jeder, der es sich anschaut, ist nach sieben Tagen tot. Dies ist die Ausgangslage einer weiteren Buchverfilmung, welche zuerst in Japan Erfolge feiern konnte. Auch wenn das US-Remake durchaus brauchbar geworden ist, bietet das japanische Original durch die beengten Räume eine noch intimere Atmosphäre. Und Ringu hatte einen der unheimlichsten Geister der damaligen Zeit zu bieten, welcher danach Inspiration für eine ganze Flutwelle an ähnlichen Spukgestalten geworden ist.

7. The Frighteners

Peter Jackson - welcher ja vor allem für seine The Lord of the Rings-Filme bekannt ist - bietet hier eine hervorragende Mischung aus Horror und Klamauk. Frank Bannister (Michael J. Fox) arbeitet nach dem Tod seiner Ehefrau als Geisterjäger. Zumindest sieht es so aus, denn im Grunde genommen ist er ein Scharlatan, zumindest bis zu dem Moment, wo ein echter Poltergeist für Aufregung und Tote sorgt. The Frighteners bietet Witz, tolle Charaktere und durchaus klassisch-gruseligen Geisterspass. Damit ist er auch gleich einer der besten Vertreter des Themas, welcher sich eben nicht ganz so ernst nimmt und doch genügend Atmosphäre aufbaut, um nicht ins Lächerliche abzurutschen.

6. Ghostbusters

Wenn Peter Venkman (Bill Murray), Ray Stantz (Dan Aykroyd), Egon Spengler (Harold Ramis) und Winston Zeddemore (Ernie Hudson) die nicht-lizensierten Nuklearbeschleuniger auspacken, um auf Geisterjagd zu gehen, bleibt vor Lachen wohl fast kein Auge trocken. Der Film schaffte es, ein durchaus glaubwürdiges Szenario humorvoll zu verpacken und dabei noch eine interessante Geschichte zu erzählen. Gleichzeitig spielen nicht nur die tollen Charaktere eine Hauptrolle, sondern auch die Stadt New York selbst, welche in dem Film nicht wegzudenken wäre. Und wer kennt nicht den bekannten Titelsong, der damals in den USA ganze 3 Wochen auf Platz 1 stand. Who you gonna call?

5. The Others

Nicole Kidmann spielt Grace Stewart, welche sich um ihre beiden Kinder kümmert und gleichzeitig auf die Rückkehr ihres Mannes von der Kriegsfront wartet. The Others bietet eine eindrückliche Atmosphäre, eine tragische Geschichte, ein unheimliches Haus und eine sehr gute Wendung gegen Ende des Films. Hier werden klassische Grusel-Elemente geschickt mit einem Familiendrama verstrickt, wodurch nicht nur Freunde von Gänsehaut auf ihre Kosten kommen dürften. Wenn Filme von ihren Geschichten leben, dann ist dieser Film hier durchaus unsterblich.

4. Beetlejuice

Tim Burton inszeniert auf seine einzigartige Weise die Geschichte von Beetlejuice, welcher hier auf unvergleichliche Weise von Michael Keaton verkörpert wird. Adam (Alec Baldwin) und Barbara (Geena Davis) Maitland kommen auf tragische Weise ums Leben und müssen sich danach an das neue Dasein als Geister gewöhnen. Da passt es ihnen natürlich nicht in den Kram, dass ihr Haus bereits neue - lebende - Besitzer bekommen hat. Beetlejuice wittert seine Chance und bietet sich als Bio-Exorzist an, um die neuen Bewohner zu vertreiben. Was verrückt klingt, ist noch verrückter umgesetzt worden und ein grosser Spass für alle Zuschauer.

3. The Sixth Sense

"Ich sehe tote Menschen". Dieser Satz ist wohl längst Bestandteil der Popkultur geworden. The Sixth Sense ist der Film, der M. Night Shyamalan zum internationalen Durchbruch verholfen und seinen Ruf als Mystery-Wunderkind gefestigt hat. Und dies auch völlig zurecht, denn die Musik, Regie- und Kameraarbeit ergänzen sich perfekt mit der spannenden Geschichte von Cole Sear (Haley Joel Osment), welcher dem Kinderpsychologen Malcolm Crowe (Bruce Willis) zu verstehen gibt, dass er Geister sehen kann. Neben ruhiger, aber fesselnder Spannung und gut platzierten Grusel-Momenten bietet der Film eine der besten Wendungen des Genres.

2. Poltergeist

Auch wenn Tobe Hooper (The Texas Chainsaw Massacre) hier Regie geführt hat, das Drehbuch und die Postproduktion übernahm Steven Spielberg. Und Spielberg ist bekannt für perfektes Unterhaltungskino mit genau der richtigen Menge an Tiefgang und grossen Gefühlen. Poltergeist bietet all dass, und dazu noch eine gehörige Portion Grusel. Dabei ist es eine klassische Spukhaus-Geschichte mit langsamem Aufbau, welche im Verlauf der Geschichte zwar immer esoterischer wird, aber dafür am Ende in einem grandiosen Finale gipfelt. Die tollen Spezialeffekte wirken auch heute noch und zeigen, wie stark dieser Film im Jahr 1982 inszeniert worden ist.

1. The Shining

Dieser Film bietet im Grunde genommen alles, was einen guten Grusel-Thriller ausmacht. Ein Haus mit unheimlichem Charakter, eine gute Geschichte, tolle Figuren, spannende Musik und angsteinflössende Vorkommnisse, die sich bis zum grossen Finale immer mehr zuspitzen. Stanley Kubrick inszenierte hier in grossartigen Bildern wohl die beste Verfilmung eines Stephen-King-Romans. Jack Nicholson wird von den Geistern eines einsamen Hotels wortwörtlich in den Wahnsinn getrieben. Dabei wirkt schon die Eröffnungssequenz bedrohlich und einschüchternd, und daher darf man The Shining zweifellos als ein Meisterwerk des Genres bezeichnen.

Welche Spukgestalten bringen euch zum Gruseln?

Remo Barny [rny]

Remo ist seit 2015 Freelancer bei OutNow und ein Achtzigerjahre-Kind mit schwerer Film-Abhängigkeit. Grundsätzlich schaut er alles, was ihm in die Finger kommt, Hauptsache es passt gerade zur aktuellen Tagesform. Nur bitte keine Kunstfilme, denn die sind meistens ein rotes Tuch für seine Synapsen.

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