Das Cannes-Tagebuch von OutNow.CH - Tag 7: Halb so wild

Wir bereiten uns bereits auf das morgige Ansteh-Abenteuer für "The Neon Demon" vor und verlieren zuvor ein paar kleine Wörtchen zum Thema Security. Aber wirklich nur ganz kurz!

Müssen wir nun wirklich auch noch über die Security schreiben? Allenthalben ist ja zu lesen, wie sehr Cannes aus Angst vor Terroranschlägen abgeriegelt worden ist, überall bewaffnete Polizisten rumspazieren, überpenible Türsteher das Leben der Badgeholders mühsam machen undsoweiterundsoweiter.

Wir finden: alles halb so wild. Denn erstens gab's die manchmal mühsame Security schon seit jeher. Zweitens sind die Eingangskontrollen zwar tatsächlich etwas systematischer, jedoch auch organisierter und damit effizienter. Und drittens ist das Thema ohnehin vergessen, sobald man im Kinosaal sitzt. Nur wenn uns der Energie-Riegel abgenommen wird, verlieren wir unseren Humor!

Aber wenden wir uns jetzt wieder interessanteren Themen zu. Zum Beispiel der Pressevorführung von The Neon Demon, die morgen Abend angesetzt ist. Es dürfte die ansteh-intensivste Erfahrung vom ganzen Festival werden, vergleichbar mit dem legendären Inside-Llewyn-Davis-Anstehmarathon anno 2013. Von unserem Leiden werden wir selbstverständlich berichten.

Unsere neuesten Reviews

Competition:

  • Loving - Jeff Nichols
    Wiedermal ein Rassismusdrama im Stil von Selma oder The Help - trotz tadelloser Schauspieler findet Kritiker ebe den Film ein klein wenig fad. Zur Kritik

Quinzaine des réalisateurs:

  • Fiore - Claudio Giovannesi
    Seinen bisherigen Quinzaine-Lieblingsfilm um zwei Gefangene, die sich ineinander verlieben, beschreibt Kritiker yab als ein packendes Drama, dem man sich kaum entziehen kann. Zur Kritik
  • Wolf and Sheep - Shahrbanoo Sadat
    "Ziegenfleisch und Dorftratsch" hätte als Titel auch gepasst, meint Kritiker yab angesichts dieses handlungsfreien Filmes aus den Bergen Afghanistans. Zur Kritik
  • Tour de France - Rachid Djaïdani
    Gérard Dépardieu reisst mit einem jungen Rapper durch Frankreich. Ganz nett, aber etwas absehbar, findet Kritiker yab, der sich etwas mehr Mut gewünscht hätte. Zur Kritik

Simon Eberhard [ebe]

Aufgewachsen mit Indy, Bond und Bud Spencer, hatte Simon seine cineastische Erleuchtung als Teenager mit «Spiel mir das Lied vom Tod». Heute tingelt er durch Festivals und mag Krawallfilme genauso wie Artsy-Farts. Nur wenn jemand einen Film als «radikal» bezeichnet, rollt er genervt mit den Augen.

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